Sardinensterben im Süden des Irans


An der südiranischen Küste, im Fischereihafen Sar-Abad (bei Kanarak), sind große Teppiche von toten Sardinen zu beobachten. Es stinkt entsprechend. Während die Fischer die Schleppnetz-Trawler für verantwortlich halten, behauptet der Direktor der Fischereibehörde der Provinz Sistan und Balutschistan Mohsen Ali Golestani, schuld am Fischsterben sei eine Algenkrankheit und verschmutzte Meeresströmungen.

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Iran: Ein Weg ins Gefängnis führt über Facebook

In drei iranischen Provinzen – Fars (Hauptstadt Schiras), Gilan (Hauptstadt Raschd), und Isfahan – haben die Revolutionswächter vor über einem Monat eine Reihe von Personen verhaftet, die über Facebook Nachrichten verbreiteten.
Der Vorwurf gegen sie lautet: „Verbreitung von Lügen und Gerüchten, Zusammenarbeit mit dem Ausland.“
Seit ihrer Verhaftung haben die Angehörigen keine Information erhalten, was mit ihren Angehörigen geschehen ist. In einigen Fällen wurden solche Aktivisten gezwungen, vor dem Fernsehen ein „Geständnis“ abzulegen, sie hätten mit dem Ausland zusammengearbeitet.

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Iran: Saure Ajatollahs


Ajatollah Ahmad Chatami

Ajatollah Ahmad Chatami, Mitglied des Expertenrats und Freitagsprediger in Teheran, ein einflussreicher Geistlicher, hat jetzt ebenfalls zu den Säureattentaten Stellung genommen. Er bezeichnete die Säureattentate als „Werk von Einzeltätern“, die allerdings sozial schädlich seien, weil sie den Ruf der Islamischen Republik gefährdeten. Seine Schlussfolgerung lautet aber nicht, dass die Ajatollahs und Prediger, die mit bestimmten Code-Begriffen „Aufforderung zur Einhaltung der religiösen Gebote und Unterbindung ihrer Verletzung“ (Amr be ma‘ruf wa nahy az monker) zu diesen Gewalttaten aufrufen, wegen Anstiftung zu einem Verbrechen vor Gericht gestellt werden sollen. Ganz im Gegenteil. Er verlangt, dass die Justiz gegen alle Medien und Webseiten vorgeht, die „ohne Dokumente“ eine Verbindung zwischen diesen codierten Aufrufen zur Gewaltjustiz und den Gewalttätern herstellen.
Wie heißt es so schön? Wer die schlechte Nachricht überbringt, muss geköpft werden!

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Iran: Nichts zu sehen, nichts geschehen…

Nasrin Sotude, eine bekannte iranische Rechtsanwältin, die mit dem Sacharow-Preis ausgezeichnet wurde, hielt kürzlich einen Sitzstreik ab, um gegen die ständige Verfolgung Andersdenkender im Iran zu protestieren. Die Sicherheitskräfte schritten nach einigen Stunden dagegen ein, beschlagnahmten die Kamera eines französischen Reporters, löschten die Bilder vom Sitzstreik und gab ihm die Kamera wieder zurück.

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Iran: Protestdemo im Heiligen Maschhad

Maschhad ist ein religiöses Zentrum im Iran, denn dort liegt das Grab von Imam Resa, des 8. Imams nach dem Propheten Muhammad.
Selbst in diesem konservativen Milieu kam es vergangenen Samstag zu einer Protestkundgebung von Frauen gegen die jüngsten Säureattentate, die namentlich in Isfahan verübt wurden. Erst versammelten sich dreißig bis vierzig Frauen im Volkspark (Park-e Mellat), dann wurden sie von der Polizei auf die Straße hinausgedrängt, wo sich ihnen weitere Frauen anschlossen, so dass schließlich fast neunzig Frauen schweigend gegen die Praxis Säureattentate demonstrierten. Fast halb so viel Polizisten – aber keine Polizistin! – bewachten die Demonstration und versuchten schließlich, sie mit Knüppeln und gewaltsamem Auftreten aufzulösen.

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Sitzstreik einer iranischen Rechtsanwältin gegen Berufsverbot

Nasrin Sotudeh, Menschenrechtsanwältin im Iran, hat mit einem Sitzstreik vor einem Justizgebäude in Teheran begonnen


Nasrin Sotudeh mit einem Plakat auf dem steht: „Recht aus Berufsausübung – Recht auf eine andere Meinung“

Die bekannte Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh protestiert mit dieser Aktion gegen das Berufsverbot, das ein islamisches Gericht vor kurzem gegen sie erlassen hat. Sie darf nicht mehr als Anwältin arbeiten.

Nasrin Sotudeh vertritt seit vielen Jahren politische Gefangene und musste selbst immer wieder Anfeindungen wegen dieser Tätigkeit hinnehmen. Zuletzt musste sie eine dreijährige Gefängnisstrafe absitzen.

Frau Sotudeh hat angekündigt, dass sie jeden Tag wiederkommen werde um vor dem Justizgebäude zu protestieren.

Inzwischen hat auch die im englischen Exil lebende Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi diesbezüglich einen Protestbrief an die iranische Judikative geschrieben. Shirin Ebadi wird übrigens am Dienstag, den 28.10.2014 von 19:30 – 21:30 Uhr im Konstanzer Konzil sprechen.

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Todesfall nach Säureattentat im Iran

In der iranischen Stadt Isfahan erlag am Sonntag, den 19.10.2014, eine junge Frau ihren schweren Verletzungen durch ein Säureattentat

Laut verschiedenen Medienberichten hatte das Attentat am Sonntagvormittag stattgefunden. Drei Frauen waren davon betroffen. Es wird berichtet, dass zwei vermummte Männer mit einem Motorrad auf die Frauen zu raste, die Säure verspritzte und davonfuhr. Zwei Frauen trugen Verletzungen im Gesicht und an den Händen davon. Die dritte Frau war am schwersten verletzt. Ihr ganzes Gesicht und der Halsbereich bis hinunter zu Brust hatte tiefe Verletzungen. Sie starb noch auf der Straße. Alle drei wurden ins nächste Krankenhaus gebracht.

Die Menschen in Isfahan behaupten, dass die Säureattentäter Hisbollahi gewesen seien (die natürlich von Pasdaran und Bassidschi unterstützt werden).

Eine Studentin hatte zusammen mit ihrem Vater das Geschehen aus der Nähe beobachtet: „ Wir sahen bei der Straße Scheich Sadugh eine größere aufgeregte Menschenansammlung. Als wir näherkamen sahen wir Polizei, einen Krankenwagen und Sanitäter, die sich um die drei Frauen kümmerten. Ich selbst habe die schwer verletzte Frau gesehen, wie sie im gesamten Brustbereich veräzt war. Mein Vater hat angesichts dieser Situation darauf bestanden, dass ich nicht an die Uni, sondern wieder nach Hause zurück gehe. Ich solle die Entwicklung der nächsten Tage abwarten.“

Diverse Websites und Medien berichten außerdem von einem weiteren Vorfall, der sich am voran gegangenen Tag ebenfalls in Isfahan zugetragen hat. Drei Männer wurden quasi auf frischer Tat ertappt, wie sie mit Säureflaschen ein Attentat begehen wollten. Passanten riefen die Polizei an, die schnell kam und zusammen mit den Passaten die drei Männer festnahmen. Die Männer wurden zur nächsten Polizeistation gebracht. Obwohl eine große Zahl von Menschen das miterlebt hat, waren offizielle Stellen bei der Justiz und der Polizei nicht bereit, den Vorfall zu bestätigen.

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