Karadsch (Iran): Zwei weitere Haftentlassungen


Ahmad Seyd-Abadi
, Aktivist einer Akademikervereinigung, war einen Tag nach der staatsstreichartigen Verkündung der iranischen Präsidentschaftswahlen vom Juni 2009 verhaftet worden. Nach kurzer Gerichtsverhandlung war er zu sechs Jahren Gefängnis, fünf Jahren Verbannung und lebenslängichem Verlust des Rechts auf politische Betätigung und des Rechts auf Redefreiheit (!) verurteilt worden.
Er hat von der UNESCO 2011 einen Preis für die Pressefreiheit verliehen bekommen.
Mehdi Mahmudiyan, Journalist, hatte im Iran ausführliche Berichte über die Verbrechen im Kahrisak-Gefängnis veröffentlicht. Dafür war zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Als er in einem offenen Brief über Vergewaltigungen im Radscha‘i-Schahr-Gefängnis von Karadsch berichtete, kam er in Einzelhaft. Seitdem ist seine Lunge bleibend geschädigt.
Beide Gefangenen wurden jetzt zusammen mit Narges Mohammadi aus der Haft beurlaubt. Das heißt das Gefängnistor steht ihnen jederzeit offen, wenn es den Herrschern beliebt.

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