Iranisch-Balutschistan: Schüsse statt Investitionen

Am 26. Oktober 2012 haben iranische „Sicherheitskräfte“ aus Sarbas (Balutschistan) sechs balutschische Lastträger ermordet. Die Lastträger waren unbewaffnet und trugen im „kleinen Grenzhandel“ Waren aus Pakistan auf dem Rücken über die Berge und über die Grenze. Aufgrund der fehlenden staatlichen Investitionen und der hohen Arbeitslosigkeit in Balutschistan bleibt den Arbeitslosen nichts anderes übrig als solche Tätigkeiten als Lastträger anzunehmen.
Auch in den kurdischen Gebieten gibt es solche Grenzgänger, auch hier lauern ihnen die staatlichen Organe auf und erschießen die unbewaffneten Menschen hinterrücks.
Bahman Ghobadi hat über diese Grenzgänger in den kurdischen Gebieten einen Film (Samani baraye masti-ye asb-ha – Zeit für den Rausch der Pferde) gedreht, was dem iranischen Staat so aufgestoßen ist, dass Bahman Ghobadi ins Ausland fliehen musste.

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