„Hotel Ewin-Gefängnis“, Iran

Ein Journalist der iranischen Nachrichtenagentur Baztab hat einen Abgeordneten des iranischen Parlaments scharf für dessen Äußerungen zu den Haftbedingungen im Ewin-Gefängnis, Teheran, kritisiert.

Der Abgeordnete gab zum Besten, dass er vor wenigen Tagen als Mitglied einer vierköpfigen Delegation das Ewin-Gefängnis besucht habe. Die dort festgestellten Haftbedingungen beschrieb er als überaus rosig: jeder hätte sein eigenes Bett, das Essen sei besser als zu Hause. Kurzum, es sei wie im Hotel.

Der Journalist widerspricht dem. Keinesfalls gäbe es für jeden Inhaftierten ein Bett. Vielmehr wisse er von zahlreichen Einzelzellen, in denen es keine Betten gäbe und auch kein richtiges Essen. Der Abgeordnete rede von einem Hotel, aber selbst würde er es keine halbe Stunde als Gefangener in diesem Hotel aushalten. Solche Äußerungen würden den Ruf des Parlaments beschädigen und die Menschen würden ihn auslachen.

Ausserdem habe der Abgeordnete sich selbst widersprochen: anfangs behauptete er, dass er Monafegh (meint Volksmujahedin, Linke oder Anhänger von der Grünen Bewegung), Sunniten und Bahai besucht habe, um dann am Ende seiner Rede zu behaupten, dass im Ewin-Gefängnis niemand aus politischen oder religiösen Gründen einsäße.

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