Modschtaba hat’s befohlen

Der Oberste Führer Ali Khamenei will Ruhe haben in seiner sogenannten Islamischen Republik. Die als "Feinde der Revolution" bezeichneten Kräfte im In- und Ausland sollen keine Munition haben sein System als Regime der Mörder und Lumpen zu durchschauen. Doch immer wieder brechen Konflikte innerhalb des politischen Establishments aus. Jüngst zog Ahmadinedschad gegen die Familie Laridschani zu Felde und beschuldigte sie mafiöser Machenschaften. Diese Anschuldigungen kamen im Zuge der Verhaftung Saeid Mortazavis, dem man die Veranlassung von Morden in einem Teheraner Gefängnis vorwirft. Doch Mortazavi ist nur eine von vielen Marionetten des Obersten Führers.
Sahan News veröffentlichte heute einen Artikel, der erklärt, warum der zunächst als öffentlich angekündigte Prozess gegen Mortazavi plötzlich doch hinter verschlossenen Türen begann. Mortazavi soll über eine Aufnahme verfügen, die zu Gehör bringt wie Modschtaba Khamenei ihm Anweisungen bezüglich der späteren Ereignisse erteilt. Darauf will Mortazavi seine Verteidigung aufbauen.
Für westliche Beobachter wäre das endlich ein handfester Hinweis auf die dunklen Machenschaften zur Sicherung der eigenen Macht auf Kosten der Bevölkerung aus dem Haus Khameneis.
Modschtaba Khamenei scheut das Licht der Öffentlichkeit, aber immer wieder sickern Nachrichten durch, die ihn als Strippenzieher schildern. Der unter Hausarrest stehende Oppositionelle Mehdi Karoubi beschwerte sich schon bei der Präsidentschaftswahl 2005 bei Ali Khamenei über die unrechtmäßigen Einmischungen des Führersohnes in die Wahlen. Auch Mehdi Haschemi, Rafsandschanis Sohn, enthüllte im Exil, dass Modschtaba in dunkle Machenschaften verwickelt sei.
Said Emami
Modschtaba Khamenei hatte einst einen engen Freund. Sein Name war Said Emami. Eine weitere Marionette des Regimes und Abteilungsleiter einer Geheimdienstzelle. Dieser Said Emami wurde für die Kettenmorde in den 90er Jahren verantwortlich gemacht und beseitigt bevor er seine Hintermänner Preis geben konnte.
Mortazavi scheint aus dem Schicksal Said Emamis gelernt zu haben. Eine Aufnahme mit den Anweisungen Modschtabas könnte sein Leben retten.
http://www.mehriran.de

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Islamkompatible Kleidung für die First Lady – aber nur im Iran


Oskar-Preisverleihung durch Michelle Obama im iranischen Fernsehen

Im westlichen Blätterwald tobte seit Wochen eine Debatte über die angemessene Bekleidung von Stars und Sternchen bei der nächsten Oscar-Preisverleihung – halbnackt oder wie? Nach dem Geschmack von einigen wurde hier in der Vergangenheit zu viel und zu freizügig unbedeckte Haut gezeigt – dem sollte entgegengewirkt werden.

Nun, der iranische Beitrag im staatlichen Fernsehen ist ein wenig über das Ziel hinaus geschossen: Das Dekolleté der amerikanischen „First Lady“, die dieses Jahr den Oscar in der Katagorie „Bester Film“ den Gewinner des Oscars bekannt gab, wurde kurzerhand entfernt und doch ein hochgeschlossenes Kleid ersetzt.

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Islamkompatible Kleidung für die First Lady – aber nur im Iran


Oskar-Preisverleihung durch Michelle Obama im iranischen Fernsehen

Im westlichen Blätterwald tobte seit Wochen eine Debatte über die angemessene Bekleidung von Stars und Sternchen bei der nächsten Oscar-Preisverleihung – halbnackt oder wie? Nach dem Geschmack von einigen wurde hier in der Vergangenheit zu viel und zu freizügig unbedeckte Haut gezeigt – dem sollte entgegengewirkt werden.

Nun, der iranische Beitrag im staatlichen Fernsehen ist ein wenig über das Ziel hinaus geschossen: Das Dekolleté der amerikanischen „First Lady“, die dieses Jahr den Oscar in der Katagorie „Bester Film“ den Gewinner des Oscars bekannt gab, wurde kurzerhand entfernt und doch ein hochgeschlossenes Kleid ersetzt.

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Oskar-Preisverleihung durch Michelle Obama im iranischen Fernsehen

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Nun, der iranische Beitrag im staatlichen Fernsehen ist ein wenig über das Ziel hinaus geschossen: Das Dekolleté der amerikanischen „First Lady“, die dieses Jahr den Oscar in der Katagorie „Bester Film“ den Gewinner des Oscars bekannt gab, wurde kurzerhand entfernt und doch ein hochgeschlossenes Kleid ersetzt.

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Islamkompatible Kleidung für die First Lady – aber nur im Iran


Oskar-Preisverleihung durch Michelle Obama im iranischen Fernsehen

Im westlichen Blätterwald tobte seit Wochen eine Debatte über die angemessene Bekleidung von Stars und Sternchen bei der nächsten Oscar-Preisverleihung – halbnackt oder wie? Nach dem Geschmack von einigen wurde hier in der Vergangenheit zu viel und zu freizügig unbedeckte Haut gezeigt – dem sollte entgegengewirkt werden.

Nun, der iranische Beitrag im staatlichen Fernsehen ist ein wenig über das Ziel hinaus geschossen: Das Dekolleté der amerikanischen „First Lady“, die dieses Jahr den Oscar in der Katagorie „Bester Film“ den Gewinner des Oscars bekannt gab, wurde kurzerhand entfernt und doch ein hochgeschlossenes Kleid ersetzt.

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Iran: „Haltet den Dieb“

Ali Motahari, Abgeordneter des iranischen Parlaments, erklärte auf einer öffentlichen Veranstaltung in Teheran, dass die Prinzipialisten einen Fehler begangen hätten, indem sie Ahmadinejad unterstützt hätten. Ahmadinejad habe die Gesetze gebrochen und willkürlich eigenmächtige Maßnahmen ergriffen. Wenn das Parlament sich richtig verhalten hätte, hätte Ahmadinejad nicht auch nur eine Stunde Präsident bleiben dürfen. Die Prinzipialisten hätten immer gesagt, dass sie Ahmadinejad unterstützten müssten, weil der Religiöse Führer ihn unterstützt habe. Aber allein das Iranische Volk dürfe entscheiden, wer Staatspräsident ist, so Motahari.


Ali Motahari auf einer Vortragsveranstaltung in Teheran

Auf eine Frage aus dem Publikum, ob sich die Revolutionswächter bei den Staatspräsidentenwahlen und den Parlamentswahlen eingemischt hätten, antwortete er: Ja, das sei so gewesen und es wäre falsch gewesen. Die Pasdaran dürften keinen derartigen Einfluss nehmen, sie hätten andere Aufgaben. Danach meinte Motahari noch, diese Organisation dürfe auch nicht als ein großes Wirtschaftskartell funktionieren.

Eine weitere Frage bezog sich auf den Hausarrest der Politiker Mussawi und seiner Frau sowie Karrubi. Seine Antwort: Menschen ohne Gerichtsurteil unter Hausarrest zu halten, sei falsch. Auch Ayatollah Montazeri sei lange Zeit unter Hausarrest gehalten worden, auch da sei er immer dagegen gewesen.

Zur Frage der Meinungsfreiheit und Pressefreiheit wusste er zu sagen, dass in den 34 Jahren seit der Iranischen Revolution nur unter dem Staatspräsidenten Chatami ein wenig davon existiert habe, ansonsten könne davon keine Rede sein. Dass es in Kriegszeiten (gemeint ist die Zeit des iranische-irakisches Krieges) keine derartigen Freiheiten gebe, sei allerdings normal.

Einer fragte, ob sein ermordeter Vater, Ayatollah Motahari, heute auf der Seite der Prinzipialisten oder des Volkes stünde. Der Sohn meinte, dass sein Vater heute zu den Konterrevolutionären gerechnet würde. Sein Vater habe großen Respekt vor der Freiheit der Medien gehabt. Er wäre zu Lebzeiten nicht nur davon ausgegangen, dass in einer Gesellschaft viele Parteien existieren müssten, sondern darüber hinaus selbst marxistische Parteien ein Existenzrecht in der iranischen Gesellschaft haben müssten.

Anmerkung:

Ali Motahari erinnert ein wenig an den Dieb, der sich einer Festnahme durch den bestohlenen Ladenbesitzer entzieht und im Davonrennen ruft: „Haltet den Dieb, haltet den Dieb!“ Die Umstehenden, die vielleicht die Vorgeschichte nicht gesehen haben, können – so die Hoffnung des Diebes – getäuscht werden.

Tatsache ist, dass Ali Motahari selbst zum Flügel der Prinzipialisten gehört. Von ihm sind viele Situationen bekannt, in denen er sich selbst als Konservativer und Hardliner hervorgetan hat. Während der 34 Jahre seit der Iranischen Revolution hat er nie sein Wort gegen die Massenhinrichtungen oder Folterungen an Oppositionellen erhoben. Noch finden regelmäßig Hinrichtungen von ethnischen oder religiöse Minderheiten und Oppositionellen statt, ohne ordentliches Gerichtsverfahren und ohne dass auch nur das kleinste Wörtchen von Motahari zu vernehmen ist.

Auch bezüglich seines Vaters betreibt er Geschichtsklitterung. Ayatollah Motahari war damals Unterstützer von Chomein‘i, der ein paar Monate nach der Revolution von einer Ultraradikalen Islamsistengruppe (Forghan) ermordet wurde. Der Verfasser hat selbst gehört, wie Ayatollah Motahari zu Schahzeiten auf einer Veranstaltung an der Universität Teheran verkündet hat, dass in dem islamischen Modell dass er anstrebt, alle Ungläubigen vernichtet werden müssten.

Warum aber kritisiert er indirekt den Religionsführer Chamene‘i? Er sucht schlicht einen Ausweg aus der momentanen Sackgasse, in der er und die Prinzipialisten sich befinden. Er versucht seine Haut zu retten, indem er sich von den Prinzipialisten absetzt. Womöglich möchte er sich auch als Präsidentschaftskandidat bei den nächsten Wahlen ins Spiel bringen und startet hier einen Versuchsballon, um festzustellen, wie weit er gehen kann.

Viel zu befürchten hat er indes nicht: Judikative und Legislative sind fest in der Hand der Familie Larijani. Die Schwester von Ali Motahari ist die Frau von Ali Larijani, dem Vorsitzenden des iranischen Parlaments. Weil Chamene‘i zur Zeit schwach ist, ist er auf beide Säulen angewiesen.

Wer noch mehr erfahren möchte über den derzeitigen Machtkampf an der Spitze des iranischen Staates, dem sei noch fogendes Interview mit Ali Schirasi empfohlen:

„Dieser Vulkan wird ausbrechen“ Jungle World Nr. 8, 21. Februar 2013

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Iranische Botschaft spioniert Flüchtlinge aus

Die spanische Polizei hat am Freitag, den 22.02.2013, bekannt gegeben, dass drei Iraner, darunter zwei Angestellte der iranischen Botschaft in Madrid, festgenommen worden seien, weil sie iranische Asylsuchende in Spanien ausspioniert hätten.
Der Botschafter der Islamischen Republik Iran in Spanien, Mortesa Saffari, gab ebenfalls am Freitag bekannt, dass der Angestellte der iranischen Gesandtschaft in Madrid „dank der Bemühungen der iranischen Botschaft“ wieder freigelassen worden sei.
Laut Meldungen in der spanischen Presse hat die spanische Nationalpolizei in Torrelavega (in Kantabrien) und in Madrid drei Personen festgenommen, die an einem Spionagenetz zur Auskundschaftung iranischer Regimegegner mitgearbeitet haben sollen. Dieses Netz soll vom iranischen Geheimdienst über die iranische Botschaft in Madrid kontrolliert worden sein.
Bei einer der drei Personen soll es sich um eine Rechtsberaterin einer nichtstaatlichen Flüchtlingshilfsorganisation in Torrelavega gehandelt haben, die dem iranischen Geheimdienst die Personalien von politischen Flüchtlingen aus dem Iran mitteilte, sowie um einen Dolmetscher und einen Angestellten der iranischen Botschaft, die beide in Madrid verhaftet wurden. Die Rechtsberaterin soll in Santander verhaftet worden.
Das Ziel des Spionagenetzes soll darin bestanden haben, iranische Flüchtlinge im Iran zu überwachen und zu bedrohen. Ein Asylsuchender soll sogar in der iranischen Botschaft in Madrid von dem festgenommenen Botschaftsangestellten illegal festgehalten worden sein.
Wie das spanische Innenministerium angibt, soll die Rechtsberaterin der in Torrelavega ansässigen Nichtregierungsorganisation (NGO), die die spanische Staatsbürgerschaft besitzt, den Asylsuchenden geraten haben, während des Asylverfahrens einen Dolmetscher ihres Vertrauens beizuziehen. Wenn sich die Asylsuchenden dann an den Dolmetscher wandten, informierte dieser den iranischen Geheimdienst, der an der iranischen Botschaft in Madrid tätig ist, über die Angaben aus den Asylgesuchen, die von dieser NGO eingereicht wurden.

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