Welttag der Frauen im Iran


Ewin-Gefängnis, Teheran

Am Freitag, den 8. März 2013, war wieder der Internationale Tag der Frau. Die iranischen Behörden hatten schon im voraus bekannt gegeben, dass sie keine öffentliche Veranstaltung dulden würden, weshalb die Interessierten auf Privatveranstaltungen auswichen. In Sanandadsch wurden einige Mitglieder des Vorbereitungskomitees für den 8. März verhaftet.

8. März im Gefängnis
Im Teheraner Ewin-Gefängnis fand am 8. März im Frauentrakt trotzdem eine kleine Feier statt, an der immerhin 30 gefangene Frauen teilnahmen. Sie sprachen über die Geschichte und Bedeutung des Weltfrauentags, über die Lage der Frauen im Gefängnis, speziell auch über die von Müttern im Gefängnis, trugen Gedichte vor und sangen gemeinsam Lieder. Die Gefangenen riskieren deshalb weitere Repressalien, aber sie haben sich dennoch getraut, auch wenn nicht alle Gefangenen aus dem Frauentrakt teilnahmen.

Feier in Rascht
In Rascht hielt die staatlich registrierte Frauengruppe Rouschanak sogar eine öffentliche Veranstaltung zum Welttag der Frauen ab. Dabei gingen die Frauen nicht nur auf die Geschichte dieses Tages ein, sondern übten auch feministische Kritik an der Darstellung von Frauen auf Bildern, sie gaben Rechenschaft über ihre Tätigkeit im Vorjahr und sie verkauften eigene Handarbeiten und Broschüren zum Thema der Gleichberechtigung.

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