Brandenburger Tor – Rummel um Nasrin

Mehriran.de – Menschenrechtsaktivisten aus mehreren europäischen Ländern trafen sich am Samstag, 1. Juni 2013 in Berlin zu einer Konferenz über Möglichkeiten die Bevölkerung im Iran bei ihrem Einsatz für Menschenrechte und Selbstbestimmung im Iran zu unterstützen. Einige Aktivisten fügten ein praktisches Beispiel ein: sie stellten sich am Brandenburger Tor der Öffentlichkeit, informierten über Nasrin Sotoudeh’s Fall und sangen Geburtstagslieder für die in den Kellern des Regimes gefangen gehaltene Anwältin. Es war ihr 50. Geburtstag. 
Frau Sotoudeh 
Die iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh (49) ist am 9. Januar 2011 zu einer Haftstrafe von elf Jahren verurteilt worden. Gegen die Mutter zweier Kinder im Alter von zwölf und fünf Jahren wurde außerdem ein 20-jähriges Berufs- und Ausreiseverbot verhängt. In einem Berufungsverfahren wurde die Haftstrafe auf sechs Jahre und das Berufs- und Ausreiseverbot auf zehn Jahre reduziert.
Seit ihrer Festnahme am 4. September 2010 befindet sich Nasrin Sotoudeh im Evin-Gefängnis in Teheran, wo man sie lange Zeit in Einzelhaft hielt. Ihr Gesundheitszustand ist aufgrund der drei Hungerstreiks geschwächt, in die sie aus Protest gegen ihre Festnahme ohne Anklage oder Verfahren und gegen die Bedingungen in Gewahrsam getreten war. Am Morgen des 17. Oktober 2012 trat sie erneut in einen Hungerstreik. Sie protestierte damit gegen die Ablehnung ihrer wiederholten Bitte, ihre Familie ohne Trennwand sehen zu können. Am 5. Dezember 2012 beendete Nasrin Sotoudeh ihren Streik, weil das Reiseverbot für ihre Tochter aufgehoben wurde.
Nasrin Sotoudeh hat mehrere im Iran bekannte Menschenrechtsverteidigerinnen – und verteidiger und politische Aktivistinnen und Aktivisten vertreten, aber auch minderjährige Straftäterinnen und Straftäter in Todeszellen oder die iranische Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi.
Amnesty International betrachtet Nasrin Sotoudeh als eine gewaltlose politische Gefangene, die nur aufgrund ihrer Arbeit als Anwältin festgehalten wird, und fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung.
Hier geht es zu einer Aktion von Amnesty International, die ihre Freilassung fordert: http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action/public/?action_KEY=8879&d=1

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