Wahlkampf im iranischen Fernsehen

Der Pasdaran-General Sarqami ist seit fast acht Jahren der Leiter des iranischen Radios und Fernsehens. Unter seiner Aufsicht stehen auch die im amtlichen Fernsehen geplanten „Diskussionen“ der acht zugelassenen Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen. Es gibt also kein „Duell“, sondern ein „Oktell“. Die Bedingungen diktiert das staatliche Fernsehen. So wurde den Kandidaten im voraus gesagt, dass der Moderater „zufällig“ einen Namen als Los ziehen wird und dieser Person dann zu einem bestimmten Thema eine Frage stellen wird. Der Betreffende hat dann zwei Minuten Zeit zu antworten, die anderen sieben haben je eine Minute Zeit, den Antwortenden zu kritisieren oder auszuweichen, wie Politiker es auch im Iran gerne tun.
Gegen diese Gängelung der Diskussion protestierten drei der fünf Kandidaten (die drei rechts im Bild oben, es sind nicht alle acht abgebildet): Hassan Rouhani, Mohsen Resa‘i, Ali-Resa Aref. Ali-Resa Aref sagte, unter solchen Bedingungen werde er auf keine Frage antworten, dass sei eine Beleidigung, Hassan Rouhani und Mohsen Resa‘i beschränkten sich darauf, eine Protesterklärung zu veröffentlichen. Faktum ist, dass keiner der drei den Mut besessen hat, aufzustehen und das Fernsehstudium zu verlassen. Man sieht, wer bei diesen Wahlen die Regie hat – die Pasdaran.

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