Buschehr (Iran): Am Ende des Wahlkampfs wartet der Knüppel

In der iranischen Hafenstadt Buschehr waren gestern abend zum Abschluss des Wahlkampfs massive Übergriffe der „Ordnungskräfte“ auf den Wahlstab des Kandidaten Hassan Rouhani gekommen. Der von Jugendlichen und Studenten gebildete Wahlstab in der Sangi-Straße in Buschehr war um 23 Uhr noch von zahlreichen Anhängern umlagert, als Sondereinheiten die auf der Straße Wartenden attackierten und verprügelten. Als die Angegriffenen im Wahlbüro Zuflucht suchten, drangen die Beamten auch ins Wahlbüro ein und schlugen ihre Opfer dort weiter. Die Leiter des Wahlkampfbüros appellierten an die Anwesenden, Ruhe zu bewahren und wählen zu gehen.
Die Menge zog darauf in die umliegenden Straßen und rief Parolen wie „Nieder mit dem Diktator“. Es ist deutlich, dass die Anhänger eines Reformkurses die Wahlkampfveranstaltungen nutzten, um ihre Forderungen zu erheben. Es ist ebenso deutlich, dass die vom Wächterrat ausgewählten Kuschelkandidaten nicht den Mund aufkriegen, die Übergriffe gegen die Anhänger zu verurteilen, oder gar mit Konsequenzen drohen.

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