Iran: South Pars Gasfeld und große Probleme

Das South-Pars-Gasfeld ist das größte bisher entdeckte Gasfeld der Welt und wird von Katar und Iran beansprucht und ausgebeutet. Das Gasfeld befindet sich im Persischen Golf an der Grenze zwischen Iran und Katar. Etwas mehr als 2/3 der Gesamtfläche liegt in Katar. Katar hat schon früh, d.h. im Jahr 1989 begonnen, auf ihrer Seite des Feldes das Erdgas zu fördern, während der Iran im Jahr 2003 erst mit der Erschließung begonnen hat.


Produktionsanlagen des South Pars Gasfelds im Iran

Ghollam Hossein Khajeali, der ehemalige Leiter des federführenden Unternehmens zur Erschließung und Ausbeutung des South Pars Gasfeldes, hat das Erdölministerium scharf kritisiert. Er erklärte, dass die Finanzierung des Projekt schon seit langem im Argen sei, aber in den letzten zwei Jahren sei es noch schlimmer geworden. Obwohl in den letzten drei Jahren 46 Milliarden Dollar investiert worden seien, sei es nicht gelungen, die nächste Phase zu erreichen. Er warnte davor, dass wenn es so weiter gehe, niemals die nächste Phase erreicht würde.

Seine Kritik bezog sich u.a. darauf, dass das Erdölministerium dem Unternehmen nicht rechtzeitig die erforderlichen Kredite zur Verfügung gestellt habe. Er bemängelte ferner, dass das Geld in chinesischer oder indischer Währung zur Verfügung gestellt würde, was für die notwendigen Beschaffungen nichts bringe – man brauche stattdessen US-Dollar.

Was die Regierung oder das Ministerium über den Stand des Projektes verbreitet, nämlich dass gute Fortschritte gemacht würden und es bald erfolgreich abgeschlossen sei, sei „nicht richtig“. Die Zuständigen und Verantwortlichen auf staatlicher Seite wüssten genau wo die Probleme liegen, aber sie würden ihre Augen vor den Problemen verschließen.

Früher, als das Projekt noch mit Hilfe westlicher Firmen betrieben worden war, sei vieles besser gewesen. Mittlerweile hätten diese jedoch wegen der Sanktionen den Iran verlassen und iranische Unternehmen seien an ihre Stelle getreten. Mit ihnen war es nicht möglich, die nächste Phase zu erreichen.

Jeden Tag würde von Katar 450.000 Barrel Öl produziert, was 13 mal so viel sei wie der Iran heute produziert. Hinsichtlich des Erdgases sagte Khajeali dass Katar 2,5 mal so viel produziere wie der Iran.

Um das South Pars Gasfeld für den Iran zu retten müssten die Sanktionen gegen den Iran ein Ende finden.

Kommentar: Dieses South Pars Gasfeld war ein großer Hoffnungsträger für die Finanzen der iranischen Regierung. Viele der Subauftragnehmer des Projektes sind in der Hand der Pasdaran, der Basij, Verwandte von Großayatollahs (Ayatollah Kani, Ayatalloh Mesbah Yazdi, …) oder des Geheimdienstes. Nicht nur ihre Arbeiter sondern auch die Besitzer selbst haben ein vitales Interesse daran, dass das Projekt wieder Fortschritte macht und die Sanktionen beendet werden.

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