Iran: Mein Leben für 2000 Dollar!


Versammlungsraum der Imam-Musa Ebn-e Dscha‘far-Moschee (Teheran)

Im Versammlungsraum (Hosseinije) der Imam-Musa Ebn-e Dscha‘far-Moschee in Teheran fand am Mittwoch, den 3. Juli 2013, eine Versammlung statt, auf der Freiwillige für den Krieg in Syrien gesucht wurden. Natürlich wird nicht für den Krieg geworben, sondern dafür, das Grabmal der Heiligen Seynab in einem südlichen Vorort von Damaskus in Syrien vor den Barbaren zu verteidigen, wozu offensichtlich auch sunnitische Muslime zählen. Sich da zu melden, ist für einen Mann Ehrensache, schließlich handelt es sich um eine wehrlose Frau, die es da zu verteidigen gibt. Dass Seynab als Tochter von Ali und Enkelin des Propheten Mohammad schon weit über 1000 Jahre tot ist, spielt da keine Rolle.
Eher schon eine Rolle spielt, dass die Familie jedes „Freiwilligen“ vor seiner Abreise eine erkleckliche Summe von entsprechenden Stiftungen erhält (es soll sich laut Gerüchten um Beträge in Höhe von 2000 Dollar handeln), und im Falle des Todes des Freiwilligen darf die Familie mit „Blutgeld“ rechnen.
Man sollte hinzufügen, dass trotz dieses verlockenden Angebots nicht sehr viele davon Gebrauch machen, immerhin hat der Iran 78 Millionen Einwohner, da ist die Zahl der Versammelten in der 12-Millionenstadt Teheran doch noch überschaubar.


Bis zur Bahre – Formulare, Freiwillige gesucht für den Krieg im Iran

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