Hungerstreik im Gefängnis von Tabris (Iran)

Politische Gefangene im Gefängnis von Tabris (Iran) haben einen Hungerstreik eröffnet, um gegen ihre ungerechten Urteile, die entwürdigende Behandlung – namentlich als Angehörige der turksprachigen Aseri-Minderheit – und gegen die willkürlichen Razzien im Gefängnis zu protestieren. Die Angehörigen der Gefangenen haben darauf das Gespräch mit dem Generalstaatsanwalt für die Region Aserbaidschan (Iran) gesucht, der sie darum bat, auf die Gefangenen Einfluss zu nehmen, den Hungerstreik abzubrechen. Der Staatsanwalt der Stadt Tabris setzte noch eins drauf. Er sagte den Angehörigen, sie könnten den Gefangenen sagen, dass sie in heimatferne Gefängnisse verbannt würden, wenn sie den Protest fortsetzten. Die Gefangenen antworteten, dass sie sich nicht erpressen lassen, wenn sie verlegt würden, würden sie sich den Mund zunehmen und auch keine Flüssigkeit mehr zu sich nehmen. Als die Angehörigen mit dem Gefängnisdirektor von Tabris, Herrn Ostadi, sprachen, sagte dieser: „Hungerstreik ist eine Art von Selbstmord. Und Selbstmorde sind in Gefängnissen nichts Ungewöhnliches.“ Das war’s dann für ihn.

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