Iran: Purmohammadi Justizminister?


Resa Fani Yasdi, überlebender politischer Gefangener des Gefängnismassakers von 1988

Der ehemalige politische Gefangene Resa Fani Yasdi, der das Gefangenenmassaker im Iran von 1988 überlebte, erinnert sich gut an die Verbrechen des nomminierten iranischen Justizministers Mostafa Purmohammadi.
In der Zeit des Massakers war Resa Fani Yasdi in den Trakten 1 und 2, in der Quarantäne-Station, sowie in der Isolationszelle des Wakilabad-Gefängnisses in Maschhad in Haft gewesen. Purmohammadi hatte damals auch ihm mit Hinrichtung gedroht.
Davor war er zusammen mit Gholam Hossein Ahrabi in einer Haftanstalt der Pasdaran in Maschhad inhaftiert worden. Gegen Gholam Hossein Ahrabi forderte Purmohammadi damals die Todesstrafe, Resa Rasini sprach das Todesurteil. Der politische Gefangene wurde darauf hingerichtet.

Purmohammadis Innovationen: Öffentliche Hinrichtung mit einem Kran
Die erste öffentliche Hinrichtung eines politischen Gefangenen mit einem Kran in Maschhad organisierten Purmohammadi und Rasini auf dem Platz der Freitagspredigt. Der Hingerichtete hieß Mas‘ud Haqiqi Yaqma‘i.

Die Todesliste ist lang
Resa Fani Yasdi erinnert sich an viele Mitgefangene aus jener Zeit, deren Tod auf Purmohammadis Konto geht.
So Daryusch Mahdawi, der als politischer Gefangener zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Purmohammadi ließ ihn noch einmal zum Verhör rufen und beantragte nach dem Verhör die Todesstrafe für ihn. Darauf wurde Daryusch Mahdawi im Alter von 22 Jahren hingerichtet.
Dscha‘far Haschemi, war 4 Jahre in Einzelhaft, er wurde dann ins Ewin-Gefängnis verlegt. Im Sommer 1988 wurde er vom Todeskomitee, in dem Purmohammadi einsaß, zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Resa Fani Yasdi nennt auch Mitgefangene aus seiner eigenen Zelle in Trakt 2, Wakilabad-Gefängnis, Maschhad: Dschawad Keschawars, Dschawad Nassiri (ein bekannter Degenfechter), Ebrahim Chalili, Esmail Chalili, Gholamresa Mohammadi – sie alle wurden auf Veranlassung von Purmohammadi hingerichtet.
Im gleichen Trakt hatte er mit folgenden Gefangenen gemeinsam Hofgang: Schahriyar Esfrayeni, Schahram Mardschawi, Hossein Bagheghi, Abolfasl Laschgari – auch sie verdanken Purmohammadi ihr Todesurteil und wurden hingerichtet.
Wenn es um Hinrichtungen ging, setzte sich der damalige Staatsanwalt Purmohammadi sogar gegen seinen obersten Dienstvorgesetzten durch, Ajatollah Mussawi Ardabili, dem Vorsitzenden des Obersten Justizrats von 1981 bis 1989. So erinnert sich Resa Fani Yasdi an den Gefangenen Mohammad Resa Asisi, der auf Antrag des Staatsanwalts Purmohammadi unter dem Vorsitz von Richter Rasini zum Tode verurteilt worden war. Der Fall kam vor den Obersten Justizrat, und Ajatollah Mussawi Ardabili wandelte das Todesurteil in 20 Jahre Gefängnis um. Im Sommer 1988 ließ die Todeskommission, in der Purmohammadi saß, Mohammad Resa Asisi nach schon fünf verbüßten Haftjahren trotzdem hinrichten.
Resa Fani Yasdi erinnert sich an über 40 weitere Opfer des jetzt von Präsident Hassan Rouhani nomminierten iranischen Justizministers Purmohammadi.
Quelle:
http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=54662

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