Iran: Kein Lohn, keine Schule

Wie Arbeitervertreter gegenüber der iranischen Zeitung „Bahar“ erklärten, können immer mehr Kinder im Iran die Schule nicht mehr besuchen, weil die Eltern die Ausgaben für den Schulbesuch nicht bezahlen können. Besonders stark betroffen sind die Kinder von Arbeiterfamilien, die wegen der anhaltenden Krise selbst dann, wenn sie einen Arbeitsplatz haben, über Monate ihren Lohn nicht ausbezahlt bekommen. Kritisch wird es auch, wenn die Arbeiter nur einen befristeten Arbeitsvertrag mit einem miesen Lohn haben, weil sie dann nicht wissen, ob sie nach dem Ablauf des Vertrags noch Geld fürs Leben haben werden. In dieser Situation werden Schulausgaben unbezahlbar. Hinzukommt, dass der iranische Staat auch viele Lehrkräfte nur stundenweise beschäftigt, mit entsprechend schlechter Bezahlung. Die Folge ist, dass diese Lehrerinnen und Lehrer sich darauf konzentrieren, Privatunterricht zu geben, die Qualität des staatlichen Unterricht leidet dann darunter. Das bedeutet aber für die Kinder aus Arbeiterfamilien, dass sie keine guten Abschlüsse erreichen können, weil ihre Eltern es sich nicht leisten können, solche Lehrer als Privatlehrer zu bezahlen.
Insgesamt gibt es derzeit 19 Millionen Kinder im Schulalter. 7 Millionen sollen im vergangenen Schuljahr die Schule aufgrund der Armut ihrer Eltern verlassen haben. Diese Kinder sind Irans Zukunft.

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