Ali Dschannati, iranischer Minister für Kultur und religiöse Aufklärung

Auch iranische Politiker sind lernfähig. So hat der neugebackene iranische Minister für Kultur und religiöse Aufklärung, Ali Dschannati, noch vor drei Wochen öffentlich erklärt, dass die Bücherzensur aufgehoben werden müsse und Herr Momajesi, der für die Zensurbehörde verantwortliche Mann, nicht mehr benötigt werde. Inzwischen hat er sich anders entschieden. Die Zensur vor dem Druck eines Buches wird beibehalten. Von Journalisten auf den Widerspruch angesprochen sagte er, dass er in der Zwischenzeit mit Verlegern, Übersetzern und anderen gesprochen habe und zum Schluss gekommen sei, dass es besser sei, die Zensur vor dem Druck fortzuführen.
Und das hat durchaus seine Logik. Denn für den Verleger ist es noch viel teurer, wenn die Zensur – in Form von Überfällen etc. – nach der Veröffentlichung des Buches erfolgt, dann hat er nämlich sein Geld schon investiert und erleidet doppelten Schaden.
Was hierbei nicht ausgesprochen wird, ist die Frage, warum die Zensur überhaupt notwendig sein soll, egal ob vor oder nach dem Druck eines Buches.

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