Islamfeindlichkeit vs. Aufklärung – Wir brauchen keine Feinde, um uns zu definieren

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Vorwort: in diesem Artikel befasse ich mich mit dem Thema, wie eine Religion wirklich bekämpft wird und warum “Islamfeindlichkeit” nicht hilfreich, sondern auch schädlich werden kann.


Haben Sie sich gefragt, warum rechtsextreme Gruppen wie Pro-Köln ständig eine bestimmte Gruppe von Menschen angreifen und sonst nichts machen? Die Antwort ist, dass sie nichts anders können!

Ich zeige euch heute ein anderes Beispiel, das zur Erläuterung meiner These, zu dem ich noch kommen werde, geeignet ist:

Der rechtsextreme iranische Hassblogger Tangsir versuchte den Artikel Islamkritik vs. Islamfeindlichkeit den ich übersetzte unter die Lupe zu nehmen (ignorieren wir seinen Beschimpfungen) und schreibt:

“Wenn überhaupt bleibt uns Islamgegener das anonyme Bloggen, oder mal ein Schweinskopf vor einer Moschee stellen”

Tatsächlich war dieser Artikel Khalajis ein schwerer Artikel mit viel Diskussionsstoff. Aber Tangsir blieb in der Oberfläche und wie immer unsachlich. Fällt es einem “Islamgegner” nichts anders ein als Schweinskopf vor einer Moschee zu stellen? Die Muslime werden beleidigt und der Dialog wird schwieriger. Doch er bloggt anonym. Sein Blog ist ebenfalls inhaltlos und besteht hauptsächlich aus Angriffen (leider nicht einmal eine sachliche Kritik) gegen andere Menschen.

Galileo 

Betrachten wir die Geschichte der Aufklärung und sehen wir Persönlichkeiten wie Galileo oder Darwin, sehen wir wie Wissenschaftler mit der Schöpfung eigener Inhalte und nicht mit purem Attackieren der christlichen Inhalte die Kirche herausforderten. Sie machten die Ergebnisse Ihrer Forschungen und Gedanken Publik. Auch heute gibt es Persönlichkeiten wie Dawkins, die Atheismus und Agnostizismus stark vorantreiben. Sie alle geben den Menschen Wissen, vermeiden Pauschalisieren und sind offen für Gespräche, herausfordernde Fragen und Eingestehen eigener Fehler. Wissen ersetzt Religion automatisch und braucht keine Religion-Attacke.

Im Jahr 2013 gibt es viele Möglichkeiten, dieses Wissen zu verbreiten. In sozialen Netzwerken Google Plus und Facebook oder auf Seiten wie Wikipedia und ted.com übersetzen wir neuste Artikel in Farsi und die jungen, wissenshungrigen Iraner lesen diese Artikeln dankend. Wir brauchen keine Feinde, um uns zu definieren. Wir definieren uns selber.

Aber ein Tangsir findet Übersetzen an sich verachtend. Für eine wissenschaftliche Arbeit, das ist yu viel einen wissenschaftlichen Artikel ist er wahrscheinlich zu faul. Er sieht einen grünen Kristall auf Google-Doodle und bloggt, dass Google mit der Grünen Bewegung solidarisiere. Ein Klick hätte ausgereicht, um zu erfahren, was Google eigentlich meinte.

Mir geht es mit diesem Artikel nicht darum, hier jemanden bloß zu stellen. Ich denke, all die Menschen die für Regnen Beten, oder Korane verbrennen, etwas sinnvolleres mit ihrer Zeit machen könnten. Kant hat gesagt, denken sei schwer. Aber ich denke, dass jeder Mensch denken kann, auch wenn es schwer ist.

Ich gehe davon aus, dass Tangsir seinen Weg weiter gehen wird. Wir gehen auch unseren eigenen Weg weiter. Auch wenn er ab und zu mit einen sinnlosen Artikel über mich für ein bisschen Aufmerksamkeit betteln wird, sind unsere Wege weit unterschiedlich.

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