Iran: Ein heißer Empfang für den Präsidenten

Am Samstag, den 28. September 2013, kehrte der iranische Präsident Hassan Rouhani aus New York zurück.
Er wurde gebührend empfangen. Erst von einem Kreis von Anhängern


Das Plakat hinter den Frauen besagt: „Friede Ja, Krieg Nein!“


Angriff aufs Präsidentenauto

dann folgte ein Kreis von etwa 100 Gegnern, die sogar sein Auto attackierten. Auch der inzwischen schon klassisch gewordene Schuhwurf auf den Präsidenten durfte nicht fehlen. Während dieser dem Täter im Irak aber eine Gefängnisstrafe eintrug, wäre es kein Wunder, wenn dies im Iran anders ausgeht.

Auf dem Plakat: „Tod für Amerika!“

Wenn man bedenkt, wie bedenkenlos die iranischen Sicherheitsorgane drauflos schlagen, wenn sie politische Gegner vor sich vermuten, kann man aus dieser Szene schlussfolgern, dass diese Gegner mächtige Unterstützer hinter den Kulissen haben. Neben Attacken auf das Auto, Plakaten mit Parolen wie „Marg bar Amrika“ (Tod für Amerika) hatten sie auch noch eine weitere Waffe parat – das Gebet. Sie hielten es für angebracht, direkt vor dem Auto des Präsidenten ihr Gebet zu verrichten, und da er selbst Geistlicher ist, ließ er sie gewähren, bis sie zu Ende waren.
Wer die Gegner Rouhanis mobilisiert hat, verrät dieses Gesicht:


Das ist Mohammad-Sadeq Schahbasi

Schahbasi war Koordinator des Wahlkampfteams des Kandidaten Dschalili bei den letzten Präsidentschaftswahlen. Eigentlich hätte Ajatollah Chamene‘i es gern gesehen, wenn Dschalili bei den Wahlen gesiegt hätte, aber weil die Prinzipialisten untereinander zerstritten waren, kam es anders. Es heißt auch, dass Ajatollah Mesbah Yasdi hinter der Gruppe von Schahbasi steht. Dafür spricht auch, dass Mohammad-Sadeq Schahbasi und seine Schreihalse unter der Präsidentschaft von Ahmadineschad nicht in Erscheinung getreten sind, den Ahmadineschad war ja selbst ein Günstling von Ajatollah Mesbah Yasdi.


„Ist der Wolf ein Schaf geworden?“ (gemeint ist die USA – mit Blick auf die islamistischen Wölfe kann man die Frage jedenfalls verneinen)

Denkt man an die Zeit zurück, als unter der Regierung von Präsident Chatami sogar der Innenminister von solchen Extremisten verprügelt wurde, kann man diesen Vorfall auch als Warnung an den neuen Präsidenten verstehen. Die Wahlverlierer schlagen zurück.

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