Iran: Das Wasser den Mächtigen, die Rechnung den Armen?

Wie die staatliche iranische Zeitung „Iran“ am 3.10.2013 berichtete, trat der Abgeordnete der Stadt Amol (Nordiran), Esatollah Yussefiyane Molla, im iranischen Parlament mit einer überraschenden Erklärung an die Öffentlichkeit. Er forderte die Bauern seiner Region auf, die Wasserrechnung nicht zu bezahlen, die sie in der letzten Zeit erhalten haben. Falls die Behörde ihnen das Wasser abstelle, werde er selbst Strafanzeige gegen die Behörde erstatten.
Hintergrund dieser Aktion ist Folgendes: Die Bauern in Amol nutzen für ihre Felder traditionell sowohl Flusswasser als auch das Wasser von Brunnen, die nicht tief gebohrt sind. Dies war bislang kein Problem, bis in der zweiten Amtszeit von Präsident Ahmadineschad sowohl staatliche Firmen wie Firmen der Pasdaran in der Region begannen, Tiefbrunnen für ihre Felder zu graben. Die Bauern protestierten dagegen, es half nichts. Als sie dann Rechnungen erhielten, weigerten sie sich, diese zu bezahlen, mit der Begründung, sie hätten bislang nie Wasserprobleme gehabt. Wer so tiefe Brunnen grabe, solle auch die Kosten dafür tragen und nicht ihnen aufbürden.

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