Hamedan (Iran): Verdächtiger Tod einer kurdischen Studentin


Medizinstudentin Sahar Tscho‘ini – ein weiteres Opfer der Mollas?

Die aus Mariwan stammende kurdische Studentin Sahar Tscho‘ini studierte an der Universität von Hamedan Krankenpflege. Vergangene Woche wurde sie im Studentenwohnheim tot aufgefunden. Zuerst behaupteten die Behörden, sie sei an einem Gehirnschlag gestorben. In Mariwan, ihrer Heimatregion, schenkte man dem keinen großen Glauben, da solche mysteriösen „Gehirnschläge“ bei gesunden Menschen dort in der Vergangenheit öfter vorkamen. Die Bevölkerung protestierte. Darauf behaupteten die Behörden, die Studentin habe Selbstmord begangen. Dem widersprechen ihre Kommilitoninnen und ihre Familienangehörigen. Die Studenten der medizinischen Fakultät von Hamedan haben am Montag, den 14.10.2013, einen Sitzstreik vor der zahnmedizinischen Fakultät der Uni Hamedan eröffnet und erklärt, sie werden solange fortfahren, bis der Todesfall angemessen untersucht wird. Als der Rektor der Universität behauptete, es handle sich um einen Selbstmord, wurde er von den Studenten ausgebuht. Die von staatlicher Seite (also den mutmaßlichen Tätern!) beauftragten Ärzte behaupteten, die Studentin sei nicht erstickt (beim „Selbstmord“ durch Erhängen), sondern habe davor einen Gehirnschlag erlitten. Faktum ist, dass sowohl der Geheimdienst wie die Polizei offensichtlich bemüht sind, die Täter dieses mutmaßlichen Mordes zu decken und nicht beabsichtigen, zur Aufklärung des Todesfalls beizutragen.


Medizinstudenten in Hamedan fordern Aufklärung des mysteriösen Todesfalls

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