Brutalität gegen kranke Politische Gefangene in Teheraner Krankenhaus

Hamid Reza Mohamadi und Mostafa Daneshju sind Anwälte für die Gruppe der Gonabadi-Derwische und sind selber Derwische. Sie kamen ins Gefängnis, weil sie andere Derwische in Prozessen verteidigt haben.

Nach längerer Haft von jetzt mehr als zwei Jahren sind beide erkrankt. Dennoch wurden sie nicht behandelt. Erst vor wenigen Tagen wurden sie dann doch noch das Tadschrisch-Krankenhaus in Nordtheran eingewiesen.

In diesem Krankenhaus spielten sich dann heute folgende Szenen ab:

Geheimdienstler und Sicherheitskräfte suchten die beiden Anwälte am Krankenbett auf und unterzogen sie einer brutalen Behandlung. Ärzte und anderes Krankenhauspersonal mischten sich ein, fragten, was diese Leute im Krankenhaus zu suchen hätten und verlangten, dass sie die beiden nicht weiter schlecht behandelten. Zu ihrer Rechtfertigung behaupteten die Sicherheitskräfte, dass Derwische vor dem Krankenhaus eine Demonstration geplant hätten – doch davon war nichts zu sehen. Zudem wollten die Sicherheitskräfte, dass die beiden Anwälte an das Bett gefesselt werden. Dem widersprachen die Ärzte mit dem Argument, dass beide krank seien und nirgendwohin gehen könnten, selbst wenn sie wollten.

Schließlich zogen die Sicherheitskräfte davon – ein Geheimdienstmitarbeiter in Zivil blieb jedoch vor Ort. Es kam zu Auseinandersetzungen und dann zu einer regelrechten Schlägerei zwischen Ärzten, Krankenhauspersonal und diesem Geheimdienstmitarbeiter, bei dem mehrere Personen verletzt wurden.

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