Iran: Noch kochen die Proteste auf kleiner Flamme

Am Sonntag, den 11. Mai 2014, versammelten sich die Arbeit einer Seifenfabrik in Chorramschahr (bei Abadan, Südwestiran), um ihre nicht ausgezahlten Löhne einzufordern. Zwei ihrer Kollegen sind in der letzten Zeit gestorben, weil sie das Geld für eine ärztliche Behandlung nicht hatten.
In Sanandadsch (Iranisch-Kurdistan) kam es am 6. Mai zu einem Protest der Arbeiter der Firma Sahand-Asar, die seit fünf Monaten ihren Lohn nicht erhalten haben. Die Arbeiter protestierten auch gegen die Entlassung von 30 ihrer Kollegen.
Ebenfalls in Sandandadsch kam es zu Protesten von temporären Arbeitern der Baufirma Katusch, die seit drei Monaten ihre Löhne nicht erhalten haben.
In Dschiroft (südlich von Schiras) versammelten sich Bauern vor der Polizeibehörde, um gegen die niedrigen Preise für landwirtschaftliche Produkte zu protestieren. Dabei schütteten sie ihre Ernte auf die Straße. Die Preise werden im Iran von den Lokalbehörden reglementiert.
Am 10. Mai versammelten sich die pensionierten Arbeiter der Eisengießerei von Isfahan vor der Pensionskasse dieser Firma, um ihre ausstehenden Pensionen einzufordern.
In Behbahan (südlich von Kerman) protestierten die LKW-Besitzer gegen die Erhöhung der Benzinpreise und streikten.
Bis jetzt sind dies nur kleine Einzelmeldungen, aber für die iranische Regierung sind sie ein Signal, dass die Bevölkerung auf eine Lösung der Wirtschaftskrise wartet. Noch üben sich die Menschen in Geduld.

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