Iran: 3000 Milliarden Tuman und ein Todesurteil


Mah-Afarid Chosrawi

Am Samstag, den 24. Mai 2014, wurde Mah-Afarid Chosrawi, hingerichtet. Er und einige weitere Angeklagte sollen zum Tode verurteilt worden sein, weil sie 3000 Milliarden Tuman über das iranische Bankensystem veruntreut hätten. An der Veruntreuung und dem Verschwinden des Geldes besteht kein Zweifel. Angesichts einer Zahl von ursprünglich 500 Angeklagten und angesichts der Tatsache, dass die Ermittlungen vor den Regierungskreisen Halt machen, nährt die Hinrichtung aber den Verdacht, dass damit ein Zeuge beseigtigt wurde, der weiß, welche Herrschaften hier mitbeteiligt waren.
Wir wollen an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir in jedem Fall gegen die Todesstrafe sind. Es geht hier aber darum, deutlich zu machen, dass diese Strafe nichts damit zu tun hat, Gerechtigkeit herzustellen. Eine ungerechte Justiz kann auch kein gerechtes Urteil fällen.

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