Nicht mit der Peitsche ins Paradies!

Anlässlich einer Feier in Teheran anläßlich der Befreiung von Chorramschahr von der Besetzung durch Saddam Husseins Truppen im iranisch-irakischen Krieg hat sich der iranische Präsident Hassan Rouhani in der vergangenen Woche mit einer Klarheit geäußert, die ihn sehr von den fundamentalistischen Menschenquälern distanziert. Er sagte:
„Man darf die Menschen nicht grund- und ziellos beunruhigen. Wir müssen die Leute in Ruhe lassen. Ihr dürft euch nicht dermaßen in das Privatleben der Menschen einmischen, und sei es auch, weil ihr um sie besorgt seid. Lassen wir die Leute selber den Weg ins Paradies wählen, man kann die Menschen schließlich nicht mit der Peitsche ins Paradies treiben. Der Prophet (Mohammad) hatte auch keine Peitsche in der Hand. Wir müssen alle dafür sorgen, dass in der Gesellschaft Frieden herrscht.“
Es ist einerseits ein Eingeständnis von einem Anhänger der Islamischen Republik, dass die 36 Jahre anhaltende Zwangsislamisierung erfolglos war – denn sonst gäbe es keinen Anlass zur Einmischung, andererseits ist es eine mutige Äußerung, die vielen Herrschaften unter den Ajatollahs und Revolutionswächtern aufstoßen wird. Wir gratulieren zu diesen deutlichen Worten.

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