Iran: 5 Jahre nach dem Mord


Neda Agha-Soltan

Neda Agha-Soltan gehört zu den ersten und bekanntesten Opfern der Repression, die nach dem Wahlbetrug und den Massenprotesten im Juni 2009 einsetzte. Damals hatte der Religiöse Führer Ajatollah Chamene‘i seinen Kandidaten Ahmadineschad zum Sieger erklären lassen, obwohl Mirhossein Mussawi die Mehrheit der Stimmen erhalten hatte. Die Wähler wussten es besser und gingen auf die Straße. Über ein Jahr dauerte es, bis die Staatsgewalt den Protest zum Verstummen gebracht hatte. Die Täter von damals sind auch heute noch an der Macht und nie vor Gericht gestellt worden. So verwundert es nicht, dass sie auch jetzt, fünf Jahre nach dem Mord an der friedlichen Demonstrantin Neda Agha-Soltan, jegliche Gedenkfeier an das Opfer verhindern wollen und können. Die Trauergemeinde, die sich am Freitag, den 21. Juni 2014, auf dem Friedhof Beheschte Sahra bei Teheran versammelt hatte, konnte die Feier nicht abhalten, zwei Teilnehmer wurden von den sogenannten Sicherheitskräften festgenommen.
Auch dieses Detail zeigt, dass die „Sicherheitsorgane“ dem Befehl des Führers gehorchen, nicht irgend einem Innenminister.

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