Iran: „Hausarrest besser als Hinrichtung“

Vor drei Wochen war der iranische Parlamentsabgeordnete Ali Mottahari mit einigen Kollegen beim Religiösen Führer Ajatollah Chamene‘i und sprach ihn auf den Hausarrest der früheren Präsidentschaftskandidaten Mehdi Karubi und Mirhossein Mussawi an. Mottahari meinte, es nütze der Islamischen Republik nichts, wenn der Hausarrest der beiden weiter fortgesetzt würde, und wenn einer der beiden dabei das Zeitliche segnen sollte, werde das als Schandfleck für die Islamische Republik in Erinnerung bleiben. Mottahari bat weiterhin, dass der Religiöse Führer dafür sorgen solle, dass der Fall der beiden endlich von der Justiz behandelt werde.
Ajatollah Chamene‘i erwiderte darauf, dass die Verbrechen sehr groß seien, und dass sie ein so strenges Urteil erwarte, dass er – Ali Mottahari – mit Sicherheit dagegen protestieren werde. Der Hausarrest sei nur ein Akt der Gnade gegenüber den beiden.
Mottahari hat diese Nachricht erst gestern (29.06.2014) veröffentlicht. Sie zeigt deutlich, dass für die beiden Gefangenen nichts Gutes zu erwarten ist, solange Chamene‘i an der Macht ist. Es sei denn, dass sich die politische Lage so ändert, dass Chamene‘i in der Freilassung seine letzte Rettung sieht.

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