Iran: Vom Jerusalem-Tag zum Gasa-Streifen

Die jüngsten Kämpfe im Gasa-Streifen, die weltweite Proteste auslösten, haben im Iran dazu geführt, dass zum traditionellen „Ruse Qods“ (Jerusalem-Tag) nicht nur die üblichen Regierungsdemonstranten auf die Straße gingen. Der Jerusalem-Tag, der an die Parole Ajatollah Chomeinis aus dem irakisch-iranischen Krieg anknüpft, der Iran wolle Jerusalem (Israel) erobern, wird Jahr für Jahr mit abnehmender Begeisterung in der iranischen Bevölkerung begangen, und im Gegensatz zur Regierung erinnern die Studentinnen und Studenten, die dieses Jahr auf den Kundgebungen zu sehen war, an die unschuldigen Opfer des Krieges und an die Gebote der Menschlichkeit. Die Parolen „Tod für Amerika“ oder „Tod für Israel“ blieben den iranischen Hisbullahis und ihren Gesinnungsgenossen vorbehalten, in der Menge der Demonstrierenden stießen sie kaum auf Wiederhall.

Eine Regierungsparole: Sowohl Gasa wie Libanon, meine Seele für den Islam.
– Er wird wohl mit seiner Seele allein im israelischen Raketenfeuer umherirren, die Iraner schienen nicht sehr davon angetan, dieser Parole zu folgen.


Studentinnen, die auf die Folgen des Krieges für die Zivilbevölkerung hinweisen.


Kleiner Junge mit Waffe – der würde gern losballern und für Gasa in den Krieg ziehen.
Neben ihm seine Mama – tiefschwarz im Tschador verhüllt. Typische Regierungsklientel.


Wir sind Palästina. Die unkriegerische Form der Solidarität, auch diese kommen nicht aus dem Regierungslager.

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