Iran: Ein Film, der dem Minister nicht gefällt


Szene aus dem Film „Ich bin nicht wütend“

Resa Darmischian hat einen Film unter dem Titel „Assabani nistam“ (Ich bin nicht wütend) gedreht, der vom Aufbegehren der Studenten im Jahr 2009 handelt. Es geht um einen kurdischen Studenten, der wegen seiner politischen Aktivitäten vom staatlichen Spitzeldienst „Sternchen“ bekommt, keineswegs eine Belohnung, denn wer zuviel davon hat, wird aus dem Studium geworfen.
So ergeht es auch dem Kurden. Die Geschichte geht weiter, er verliebt sich in eine junge Frau und so weiter. Der Film wurde mit staatlicher Erlaubnis gedreht, und damit er gezeigt werden darf, musste der Regisseur mehrmals diverse Szenen retouschieren. Sogar ein Parlamentsausschuss beschäftigte sich mit dem Film und kam zum Schluss, dass man ihn jetzt zeigen kann.
Nicht so der Minister für Kultur und religiöse Aufklärung (ein gar nicht so harmloses Ministerium – ein Protest gegen dessen Auftritt auf der Mustermesse in Basel hat dem Verfasser einmal einige Stunden Arrest auf der Polizeiwache eingebracht).
Dieser Minister also findet, man sollte den Film nicht zeigen – das war’s dann.

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