Dschahrom (Iran): Sohn eines Pasdar-Generals überfällt Studentinnen

In Dschahrom, einer Stadt in der Region Fars, verbreiteten die Überfälle von Messerstechern auf Frauen in den letzten Wochen Angst und Schrecken.
Laut amtlichen Quellen wurden 6 Frauen, davon 5 Studentinnen, von Männern attackiert und mit dem Messer in den Beckenbereich gestochen. Laut inoffziellen Quellen waren zwölf Frauen Opfer dieser Verbrechensserie.
Jetzt gaben die Sicherheitsbehörden von Dschahrom bekannt, dass sie mehrere Täter verhaftet hätten, die Täter hätten auch gestanden. Wie bekannt wurde, heißt einer der Verhafteten Mohammad Beheschti-Far. Er ist Sohn eines Pasdar-Generals und selbst Mitglied bei den Bassidschi-Milizen.
Mohammad Beheschti-Far soll ausgesagt haben, dass er davon ausgegangen sei, etwas Gutes und Richtiges getan zu haben, da ein Geistlicher – dessen Namen in den Medien nicht genannt wurde – dazu aufgefordert habe, das islamische Gebot „amr be ma‘ruf wa nahy az monker“ (Durchsetzung des religiös Gebotenen und Unterbindung des Verbotenen) wenn nötig mit Gewalt durchzusetzen.
Genau das habe er getan. Die Behörden schweigen sich über diesen Teil aus, lassen aber verlautbaren, dass der Täter (gemeint ist dieser) psychisch gestört gewesen sei. Dies ist möglicherweise ein Versuch der Familie, über den Amtsarzt zu erreichen, den Sohn für schuldunfähig einstufen zu lassen, um ihn so der Strafe zu entziehen.
Inwieweit sein Vorgehen – und das der Gruppe, zu der er wohl angehörte – vom Parallelstaat organisiert war oder nicht, lässt sich jetzt noch nicht sagen. Dafür sind zu wenig Fakten bekannt.

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