Vorübergehende Festnahme von Menschenrechtsaktivistin im Iran

Laut Berichten von vielen iranischen Nachrichtenagenturen wollte Frau Narges Mohammadi sich letzten Sonntag, den 25.1.2015, mit der Vizepräsidentin des deutschen Bundestags, Claudia Roth, im Hotel Espinas in Teheran treffen. Vor dem Hotel wurde sie vom iranischen Geheimdienst vorübergehend festgenommen. Sie wurde mehrere Stunden verhört. Während dieser Zeit wusste sie nicht, an welchem Ort sie festgehalten wurde. Gegen 12 Uhr in der Nacht wurde sie schließlich auf dem Platz der Revolution freigelassen.

Frau Mohammadi ist eine iranische Menschenrechtsaktivistin und Vizepräsidentin des „Zentrums zur Verteidigung der Menschenrechte“ in Teheran. Vorsitzende des Zentrums ist die Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi.

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Iran: Mehdiye Golru – Protest gegen Säureattentate führt ins Gefängnis


Mehdiye Golru
Studentin, Frauenrechtlerin, im November verhaftet, als sie vor dem Volleyball-Stadion in Teheran an einer Protestdemonstration gegen Säureattentate teilnahm. Damals waren Frauen in Isfahan überfallen worden, denen die Angreifer Säure ins Gesicht sprühten. Mehdiye Golru war erst in Einzelhaft, jetzt soll sie in eine Zelle für zwei Personen verlegt worden sein. Sie war früher schon einmal im Gefängnis.

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Iran: Atena Farqdani, kein Spass für Karrikaturistin


Atena Farqdani
Kinderrechtsaktivistin. Sie war im September 2014 verhaftet worden, war zwei Monate in Haft, wurde dann auf freien Fuß gesetzt. Am 10. Januar 2015 wurde sie vor ein Gericht geladen, dort geschlagen, verhaftet und ins Qaratschak-Gefängnis eingesperrt, wo sie einen Hungerstreik eröffnete. Einer der Vorwürfe gegen Atena Farqdani war eine Karrikatur, die sie von Abgeordneten des iranischen Parlaments gezeichnet hatte. Damals stand ein Verbot der Vasektomie (Sterilisation von Männern) im iranischen Parlament zur Debatte. Die erneute Verhaftung erfolgte, nachdem sie in einem Video berichtet hatte, wie Frauen im Gefängnis gedemütigt werden. (Wir hatten hierüber berichtet).

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Iran: Sahra Chandan, Journalistin, Studentin, Haft


Sahra Chandan
19. Januar 2015 in ihrer Wohnung festgenommen. Sie studierte an der Technischen Hochschule „Amir Kabir“ und ist als Journalistin tätig. Sie hat früher auch für die iranische Nachrichtenagentur ILNA gearbeitet. Wegen ihrer studentischen Aktivitäten hatte sie früher ein Studienverbot erhalten.
Eine weitere Studentin und Journalistin, Fereschte Tussi, die an der Allame-Tabataba‘i-Universität studierte, wurde zusammen mit ihrem Mann Sadschad Derwisch, der früher an derselben Uni studiert hatte, vor circa einem Monat vom Geheimdienst der Pasdaran festgenommen. Auch Parastu Biranwand, Journalistin und Kämpferin für die Frauenrechte, wurde in ihrer eigenen Wohnung verhaftet.

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Iran: Amir Amirqoli, Student – der Staat hatte nur ein paar Fragen…


Amir Amirqoli
Student, auch unter dem Namen Ali Amirqoli bekannt. Seit dem 1. Dezember 2014 in Haft. Wie es heißt, hatten die Beamten sein Zimmer und seine persönliche Habe durchsucht und ihn dann abgeführt. Auf die Frage seines Vaters: „Was wird meinem Sohn denn vorgeworfen?“ antworteten die Beamten: „Nichts Besonderes. Wir nehmen ihn nur mit, um ihm ein paar Fragen zu stellen, nach zwei, drei Tagen lassen wir ihn wieder frei.“ Inzwischen sind fast 50 Tage vergangen. Seine Inhaftierung wurde vom Verhörbeamten einer Kammer (Scho‘be-ye Moqadassi) des Revolutionstribunals bestätigt. Bis heute durfte er keinen Besuch von seiner Familie empfangen. Er war früher schon einmal festgenommen und aus der Uni geworfen worden.

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Iran: Ribwar Kamranipur – Kobane-Unterstützer in Haft


Ribwar Kamranipur
Student und Bürgerrechtler, am 10. Dezember 2014 von der Geheimdienstbehörde der Stadt Sanandadsch (Kurdistan, Iran) vorgeladen. Seit diesem Zeitpunkt in Haft. Laut Angaben kurdischer Aktivisten war er Student der Payam-e Nur-Universität in Sanandadsch und gehörte dem Unterstützungskomitee für Kobane an. Bis heute hat weder der Geheimdienst noch die Justiz oder das Revolutionstribunal von Sanandadsch den Angehörigen Auskunft gegeben, was mit ihm geschehen ist.

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Iran: Schuldirektor in Sistan-Balutschistan erschossen

Der Direktor der Schule von Qalanbar, Landkreis Sarawan, Region Sistan und Balutschistan, wurde am Sonntagmorgen, den 25.01.2015, von einem bewaffneten Mann erschossen. Der Direktor der Schulbehörde von Sistan und Balutschistan, Aliresa Nach‘i, versucht, den Vorfall herunterzuspielen. Wie er erklärt, habe keinen terroristischen Hintergrund, sondern sei auf Konflikte zwischen verschiedenen „Sippen und Volksgruppen“ zurückzuführen. Dieser Art von Konflikten seien eine Reihe von Persönlichkeiten aus dem Kulturleben der Region zum Opfer gefallen. Er meint, dass einige Leute gemeinsam mit „Fremden und eingeschworenen Feinden des Systems“ versuchten, solche Vorfälle zu einem Sicherheitsthema zu stilisieren.
Aliresa Nach‘i erklärt weiter, dass die Sicherheitskräfte den Namen des Täters kennen und die Verfolgung aufgenommen hätten.
Der Parlamentsabgeordnete von Sarawan bezeichnete den Täter als „bewaffneten, unbekannten Banditen“.
Innerhalb eines Jahres ist dies der vierte Lehrer in Sistan und Balutschistan, der einem bewaffneten Angriff zum Opfer gefallen ist.

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