Die esoterische Methode der koranischen-Schulung im Gegensatz zu stammesspezifischen Tradition

"Aber auch um ihre Wurzeln: um den Koran, um Hassan Basri, den frühesten Lehrer dieser Tradition; um die Poesie und die Weisheitsbücher der Sufis; um den Orden von Shah Nematollah Vali,– und schließlich, ganz zentral, geht es um die esoterische, die geheime Tradition der Deutung des Koran, die im Gegensatz steht zur bekannten exoterischen Tradition der Stämme und ihrer Machthaber.
Beginnen wir mit dem einfachen Wort „Souf“. Das ist  Ara­mäisch und bezeichnet das Fell eines Schafs oder eines Kamels. Ein Sufi ist also, davon abgeleitet, ein Mensch, der sich mit einem solchen Fell kleidet, gemäß der Lebensweise des Propheten Yahya – besser bekannt bei uns als Johannes der Täufer.
Damit sind wir schon in einer Zeit lange vor der Geburt des Islams. Damals lebten Gnostiker wie Yahya – später dann auch christliche Gnostiker, die sich auf Jesus beriefen, oder auf Mani, also sogenannte Manichäer –; sie alle lebten entsprechend ihrem mystischen Weg als Einsiedler oder in kleinen Klostergruppen, und zwar im Süden des heutigen Syrien, im Irak, im Süden Irans.
Im Koran dagegen taucht das Wort „Sufi“ an keiner Stelle auf. Warum? Etymologisch betrachtet, hat das Wort „Sufismus“ im Arabischen ein Synonym: Faghr. Das heißt übersetzt: Armut.
“Ihr Menschen, Ihr seid arm (faghir), Gott aber ist reich (ghani)”, heißt es im Koran.
Und der Prophet Moses sagt im Koran von sich selbst, vor Gott besitze er die Eigen­schaft der “Armut”, Faghr: Rabbe Enny lema anzalta elayya men khayre faghir.
"Mein Herr, was hast Du für mich vorgesehen?  Ich bin arm (faghir)."
Was ist hier gemeint mir dem Begriff “Armut”? Im Persischen, auf Farsi, gibt es diesen Begriff ebenfalls, “Darvishi” heißt das Wort bei uns. Und auch hier taucht der Begriff wieder an ganz zentraler Stelle auf: und zwar als Armut im Sinne von Leersein. So heißt es in der Weisheitsdichtung Mathnawi des persischen Dichters und Sufis Rumi: 
Lausche dem leeren Flötenrohr – wie es klagt, wie es erzählt
Von stetem Trennungsschmerz gequält:
“Seit man mich aus dem Röhricht, aus der Heimat schnitt,
Weint Mann und Frau bei meinen Tönen mit.”
Das Leersein, die Armut an Allem – ist das Wesen der Flöte. Nur durch dieses Leersein kann sie vibrieren und Töne singen. Dies ist der Weg und das Ziel der Armen, der Sufis, auch genannt: Derwische.
Den Eigenschaften der Derwische hat Hafis, der berühmte Dichter des 13. Jahrhunderts, ein langes Gahsel gewidmet, ein Gedicht nach persischer Tradition, mit wiederkehrendem Reim; erstmals in Deutsche übertragen vor nun 200 Jahren, im Jahr 1813:
(XVII. des Buchstabens Ta)
Der Garten Edens ist die Zelle der Derwische.
Es quillt ein Ehrenquell im Dienste der Derwische.

Der Schatz der Einsamkeit mit feinem Talisman
Wird nur gehoben durch die Blicke der Derwische.

Die Sonne legt die Krone ihres Stolzes nieder,
Vor jenem Scheine der umstrahlet die Derwische.

Des Himmels herrlichster Palast mit seinem Hüter
Ist nur ein Schatten von den Fluren der Derwische.

Der Stein der Weisen, der durch Glanz des Herzens Eisen
In Gold verkehrt, liegt in dem Umgang der Derwische.

Das Heer des Unrechts ist von Pol zu Pol gelagert,
Allein des Siegs Gelegenheit ist für Derwische.

Suchst du die Herrschaft die kein Untergang bedrohet,
Hör’s ohne Groll, dies ist die Herrschaft der Derwische.

O Reicher prahle nicht mit deinem Glanz und Stolze;
Denn Gold und Silber ist ein Segen der Derwische.
Des Wunsches Angesicht, um das die Schönen flehen,
Erscheint im Spiegel vor dem Antlitz der Derwische.

Ich bin der Knecht des Blicks, des Großwesirs der Zeiten,
Es hat der Schahe Art, die Sitte der Derwische.

Hafis! Verlangest du des ewigen Lebens Wasser?
Es quillt im Pforten Staub der Zelle der Derwische.

Hafis hier sey bescheiden, denn des Reiches Herrschaft
Hängt ab vom Dienst den du verrichtest für Derwische.
Achtsamkeit
Der Weg der Derwische oder Sufis hat mit Achtsamkeit zu tun. Derwische stellen eine Verbindung her zwischen Kopf und Herz. Um ein Bild zu verwenden, können wir sagen: Als Sufi schafft man einen leeren Kanal zwischen Kopf und Herz.
Als Weg beruht Sufismus auf einer esoterischen, also geheimen Deutung des Korans, den wir verstehen als hermetische Dichtung. Die Methode der Sufis, der Wegsucher, stimmt überein mit der Tradition aller Propheten, wie wir sie ganz offen und klar dargelegt finden in verschiedenen Versen des Korans: kontinuierliches Ausrichten der Aufmerksamkeit auf einen Punkt in der Mitte des Herzmuskels, in der linken Seite unserer Brust; kontinuierliches stilles Rezitieren der Namen Gottes; Bestehen einer Periode des Rückzugs und der Abgeschiedenheit, um unsere Seele zu klären; Rezitieren bestimmter Anrufungen aus den Versen des Korans, in rhythmischer Weise; Beobachtung und Kontrolle des Atemrhythmus; Entwickeln bestimmter spiritueller Qualitäten der Ritterschaft, genannt Chivalry (englisch) oder Fotowwat (persisch); Ausrufen des sogenannten heiligen Bemühens (Jihad Akbar) unsere Nafs, den Triebapparat beherrschen zu lernen– ein fortwährender Kampf gegen die instinktiven Impulse unseres Egos;   Nähren der Seelenkraft und ihrer Qualitäten, wie Tavakol (Vertrauen in den Willen Gottes), Sabr (Geduld) und Toleranz – sie treten an die Stelle der Impulse der Nafs, wie etwa Gewalt, Tyrannei, Despotismus und der Wille zur Macht über andere.
Ein Sufi strebt also nach Frieden und Selbstlosigkeit. Denn alle Sufis lieben den Schöpfer des Universums und bewundern die Schönheit seiner Schöpfung. Kalia/ Jamal/ Hosn.  Er oder sie wünscht sich, der Gesellschaft zu dienen, den Mitmenschen – um so den Schöpfer zufriedenzustellen.
Die Übungen der Sufis
Um Kontrolle über die Nafs zu erlangen und die instinktiven Leidenschaften zu beherrschen, im beschriebenen Sinne des Jihad – setzen sich die Sucher auf dem Pfad der substantiellen Entwicklung, die Sufis oder Armen – vor ihre Gebetsnische – genannt Mehrab, Nische des Lichtes.
Dort üben sie bestimmte spirituelle Praktiken. Üblicherweise widmen sie sich diesen Praktiken eine halbe Stunde bis zu einer Stunde, während der letzten Stunde ihres Tages, vor dem Zubettgehen. Die Mehrab – der Ort für die tägliche innere Bilanz (Mohassebeh) – ist die Nische der Meditation, entsprechend der Tradition des Propheten Zacharias und anderer Propheten, zitiert im Koran.
Die Engel riefen Zacharias an, als er betete vor der Mehrab: “O Zacharias, wir kündigen dir ein Kind an, das dir geboren wird in kurzer Frist; sein Name ist Yahya, und niemand vor ihm hat jemals diesen Namen erhalten.”       
Vor der Mehrab richtet sich die Aufmerksamkeit des Sufis auf sein Herz, und das Herz richtet sich auf die Mehrab, und die Mehrab schafft eine Verbindung mit dem Herzen seines Sufi-Lehrers. Diese Methode heißt Herzverbindung, Morabeteh.
Der Sufi rezitiert bestimmte Anrufungen in bestimmten Rhythmen, um die Redseligkeit des Gehirns zur Ruhe zu bringen; und in der so entstehenden Stille belauscht der Sufi seinen Herzschlag. Still rezitiert er im Geiste einen Namen Gottes, sein Zekr, im Gleichklang mit seinem Herzschlag.
In diesem Augenblick tiefer Herzverbindung erlebt er, wie im Innenraum des Herzens Inspiration erwacht und sich manifestiert. Dies nennen wir Moraghebeh.
Die beiden genannten Methoden von Moraghebeh und Morabeteh werden ergänzt durch eine dritte Technik, genannt Mohassebeh: das Erstellen einer ausführlichen Bilanz unseres täglichen Lebens.
Dazu notiert der oder die Sufi jede Nacht seine jeweiligen Gedanken und Absichten und Handlungen im Verlauf des sich neigenden Tages – in Form einer Bilanz mit zwei Kolumnen. Die beiden Kolumnen stehen einmal für die heilsamen, einmal für die unheilsamen Aspekte. Diese Methode der Mohassebeh ist wie ein innerer Spiegel, um das wahre Gesicht des Egos darin zu erblicken. So entsteht eine offene Bilanz zwischen Nafs, also den Triebregungen, und der Seele. Wenn wir uns dieser Bilanz bewusster werden, verändern wir ganz natürlich unser Verhalten, wir verstärken die heilsamen Handlungen (amal-e saleh) und verringern die unheilsamen (amal-e fased).
Verschiedene Verse des Korans erinnern uns an die Bedeutung der Mohassebeh:
"Bewirke eine ständige Entwicklung deiner Seele, bevor sie für dich bewirkt wird, nach deinem Tod."
"Studiere das Buch deiner Seele – das genügt für dich."
"Kenne dich selbst und wandele deine Persönlichkeit."
"Werde ein Ritter."
"Steigere dein Bemühen, Wohlstand zu erwerben – um ihn zu verteilen unter den Waisen, den Armen, Obdachlosen, Häftlingen und Bedürftigen aller Art."
"Versuche, den Stand der Ritter zu erlangen, und wisse, niemand erlangt den Stand der Ritterschaft, wenn er nicht fortgibt, woran er am meisten hängt."
Die Rhythmen, entnommen den Versen des Korans und den ekstatischen Gedichten der Sufi-Dichter, voller Hinweise auf die Namen Gottes – diese Rhythmen, gespielt auf der Daf, der persischen Rahmentrommel, oder zum Klingen gebracht durch das Rezitieren solcher Verse – bringen Frieden und Stille in das Herz. Sie lassen uns eintauchen in den Ozean der Stille, in eine Unendlichkeit jenseits der Muster von Zeit und Raum.
Diese Stille ist nicht der Zugang zu Gott – sie ist Gott.
Initiation
Es gibt also diese drei zentralen Praktiken, die wir ausüben vor unserer Mehrab: nämlich 1. Mohassebeh; 2. Morabeteh; 3. Mogharebeh. Doch es sollte klar sein, dass man nicht ein Sufi wird, indem man allein diese Praktiken anwendet!
Was notwendig hinzukommt, ist die Verbindung durch ein heiliges Band zu einem Lehrer, zu einer Person, die weist und führt. Erst durch diese Verbindung wird man ein Sufi.
Der Schüler reicht dem Lehrer die Hand – und erhält seinen Barakat, den Segen in einer Zeremonie der Initiation oder Einweihung (Ba’yat), entsprechend der Darstellung im Koran.
Sobald der Schüler dem Meister die Hand gereicht hat, ist er verbunden mit der Wolke kollektiver Bewusstheit auf der Astralebene, die ihn von nun an leitet innerhalb seines irdischen Lebens, aber auch nach seinem Tod.
Die Initiation ist eine zweite Geburt für den Menschen, der sich auf den Weg der substantiellen Entwicklung begibt, gewiesen von den Propheten und Weisen (Valis), geschildert im Koran. Die Zeremonie der Initiation beginnt mit Gosl – dem Eintauchen des ganzen Leibes in ein Wasserbecken. Es ergeht die Frage, in Reue vor Gott zu treten, und so das vertikale Band anzunehmen, das den Menschen verbindet mit der Lichtwelt.    
Orvatol vosgha   
Vatasemou be habl ellah. 
Der Koran und Hassan Basri
Diese Sammlung esoterischer Überlieferungen findet sich in den Lehren des Korans. Sie ist nicht Teil der islamischen Theologie, sondern ein praktischer Leitfaden für die Entwicklung der verborgen liegenden Möglichkeiten und Fähigkeiten des Astralkörpers und der Geist-Seele.
Der Prophet Mohammed war der erste Lehrer und Pädagoge und Meister der substanziellen Entwicklung innerhalb der muslimischen Gemeinschaft. Er setzte die Reihenfolge der Eingeweihten in die göttliche Lehren fort, so wie andere Propheten und weisen Menschheitsführer vor ihm: wie zum Beispiel Mani, Jesus, Johannes der Täufer (Yahya), Zacharias (Vater von Johannes), Moses, Isaak, Ismael, Jakob, Abraham, Noah, Seth (Bruder von Kain und Abel), Adam und viele anderen. Man spricht hier von der goldenen Schnur der esoterischen Lehren, die an Mohammed weiter gegeben wurden, der diese Lehren wiederum weiter reichte an seinen geistigen Nachfolger Ali, Sohn Abi-Talebs oder Löwe Gottes genannt,.
Nach dem Tod des Propheten Mohammed, unterwies Ali über 23 Jahre lang gewisse Gefährten auf dem Pfad der Einheit (Eingottglaube / Tariq Towhid) bevor er der vierte Kalif der Muslime wurde. Ali autorisierte einige fortgeschrittene Schüler, seine auf den Koran gründende Spiritualität interessierten Personen nach der chronologischen Reihenfolge der Verse des Korans weiter zu geben. Einer der berühmtesten dieser Schüler war Hassan Basri, der als Gründervater der Sufi-Schule gilt. In seinem Buch Tazkeratol Owliya beschreibt Attar Nayshabouri, dass Hassan Basri der Ursprung der goldenen Schnur der Einweihung aller authentischen Sufi-Schulen ist. Diese Unterweisungen und Lehren wurden an kommende Generationen der Muslime in geschriebener und mündlicher Form überliefert.
Hassan Basris Unterweisungen beinhalteten alle Geheimnisse der chronologisch aufgebauten Koran-Lehren.
Hassan Basri lebte von  642 bis 728. Er wurde einige Jahre nach Mohammeds Tod geboren und war der Sohn eines aus Persien stammenden Sklaven. Er gehörte neben Ibn Abbas zu den Ersten, die den Koran ausgelegt haben und überlieferte Zitate (Hadith) des Propheten Mohammed und Imam Alis der Nachwelt. Er lebte in der Zeit von Alis Herrschaft und die seiner Nachfolger Hassan, Hossein, Zaynel Obad und Mohammed Bagher und erhielt den Auftrag und die Erlaubnis, die Schüler der substanziellen Evolution auf ihrem geistigen Weg zu begleiten.
Hassan Basri war der Gründer der ersten esoterischen Schule (Solouk Bateni / Tarighat) und Vermittler esoterischer Weisheit (Hikmat) in der Gemeinschaft der Muslime. Der islamische Weg der Einweihung breitete sich im 8. Jahrhundert (2. Jh Hegira) unter dem Namen Tassawof / Sufitum von Afrika nach Spanien, nach Iran, Afghanistan und nach Indien aus.
Literatur der Sufis
Kwadscheh Abdollah Ânsari, ein Sufi Meister aus Herat, der im 11. Jahrhundert  (5. Jh Hegira) lebte, hat eine Schrift (resâle) mit dem Titel "Sad Maydan" (Hundert Felder) und ein Buch namens "Manazelosaerin" (Die Entwicklungsschritte der Geistsucher) aus den Unterweisungen Hassan Basris festgehalten. Diese Bücher gelten als Sammlung der praktischen Übungen aus den Methoden der Sufis, die bis zum heutigen Tag im Iran und anderen persisch-sprachigen Ländern gebraucht werden.
Im 12. Jahrhundert (6. Jh Hegira) führte ein Sufi Dichter aus Ghazne namens Abolmdschd Madschduud ibn Adam Sanâ’i die Grundformen der persischen Dichtung, die sich auf Harmonie der Reime und Rhythmen bezieht, in den Gebrauch der Sufi-Lehren ein. Seit dieser Periode ist die Dichtung der Träger der Sufi-Geheimnisse und der wichtigste Teil der Schätze innerhalb der Überlieferungen der esoterischen Literatur der Sufis. Viele der Geheimnisse, die durch innere Versenkung und außersinnlichen Schauungen erfahren wurden, finden sich in einer hermetischen (verschlüsselten) Sprache in den Dichtungen der Sufi-Meister wie Hafis, Sa’adi, Rumi, Attar, Araghi, Hatef, Shah Nematollah Vali und bei vielen anderen. Sufi-Dichtungen enthalten vier Dimensionen: die Rhythmen, die Melodie, die Harmonie und die inneren Schwingungen (Zarbe Khafy). 
Schah Nematollah Vali

Eine der goldenen Schnüre der Einweihung, die auf Hassan Basri zurückgeht, ist mit dem Nematollah-Orden verbunden, der sich in einer Nachfolgelinie mit dem spanischen Orden von Cordoba befindet. Dieser authentische Orden der Nematollahi existiert auch noch heutzutage im Iran. Schah Nematollah Vali war ein Sufi Meister, der im 12./13. (8./9. Jh. Hegira) Jahrhundert gelebt und gewirkt hat, zu einer Zeit, als auch der bekanntere Dichter Hafis in Schiraz lebte. Gebürtig war Schah Nematollah aus Aleppo, Syrien. Er bereiste große Teile des asiatischen Kontinents, bevor er seinen Lebensabend in Mahan, einer kleinen Stadt nahe Kerman im Südosten Irans verbrachte. Er hat zahlreiche Bücher und Abhandlungen über Sufismus geschrieben. Außerdem zählt er als größter Kommentator der Lehren des Gelehrten Akbar Mohayedin Arabi (Ibn Arabi), dem Großmeister aus Andalusien und Schüler von Scheich Abu Median Andalusi.
Schah Nematollah war ein Dichter und Musiker. Seinen Lehren zu Folge kann ein Mensch alle verborgenen Fähigkeiten zur Reife und Vollendung  bringen, indem er die Stufen der siebenhundertzwanzig Rhythmen durchwandert und ergreift. Der Sohn und Nachfolger Schah Nematollah Valis und sechs Generationen von Nachfolgern lebten in Indien in der Gegend von Heydarabad in Dakan. In der Epoche der Kadscharen-Dynastie kamen die Meister des Nematollah-Ordens zurück in den Iran. Einige Jahre später wurde Mohammed Sultan Ali Schah das Oberhaupt des Nematollah-Ordens. Er lebte in seiner Geburtsregion im Nordosten Irans in einem Dorf namens Gonabad. Seit jener Zeit ist der Nematollah-Orden als Nematollah Gonabadi –Orden bekannt. Die nächsten Meister und Nachfolger von Sultan Ali Schah stammten allesamt aus Gonabad. Heute ist Dr. Nour Ali Tabandeh Gonabadi der Meister des Nematollah Ordens. Er lebt weit entfernt von seiner Geburtsstadt Gonabad in der Hauptstadt Irans, in Teheran.
Die esoterische Methode der koranischen-Schulung im Gegensatz zu stammesspezifischen Tradition
Die von den Sufis benützte Methode, die von Hassan Basri überliefert wurde, wendete auch Mohammed an, als er noch kein Prophet war, sondern ein spirituell Suchender  der spirituellen Schule in Bosra, das im Süden Syriens liegt. Der damalige Abt des Klosters hieß Georgius (Sergius) Bahira, und er war einer der Hüter der geheimen Überlieferungen der Lehren des Propheten Mani. Im Alter von 12 Jahren kam Prophet Mohammed erstmals in Begleitung seines Onkels Abu Talib zu diesem Kloster.
Später reiste Prophet Mohammed als Händler mehrfach nach Syrien. Er arbeitete für eine großzügige Frau namens Khadijeh, die seine erste Frau wurde. In dieser Region waren die Lehren des Propheten Manis und seine Bücher „Das reine Evangelium“ und „Zabour“ weithin bekannt und in der Bevölkerung beliebt. Manis bekanntes Buch „Zabour“ war eine Zusammenstellung rhythmischer, hymnischer Verse in alter Farsi-Sprache in denen Jesus verehrt wird. Die Menschen aus dieser Gegend nannten sich Christen, grenzten sich aber entscheidend gegenüber der offiziellen, auf Augustinus zurückgehende, Kirche des byzantinischen Reichs ab. Sie bezogen sich auf das in syrischer Sprache geschriebene apokryphe Thomas-Evangelium und auf das Evangelium von Mani. Sie glaubten nicht an das Prinzip der Dreieinigkeit, da sie keine Übereinstimmung mit dem Wesen des Monotheismus sahen und sie lehnten die Vorstellung der Kreuzigung Jesu ab.
Als Prophet Mohammed – inspiriert durch den Erzengel Gabriel – seine Mission vollendet hatte, indem er Gottes Botschaft zu den Menschen von Mekka und dessen Umgebung brachte – Om olgora va man howlaha –  indem er die Menschen der Zeit des Jaheliat / Unwissen aufrief, die stammesreligiösen Götzenanbetung und anderen altertümlichen Aberglauben aufzugeben, wiedersetzten sich die Menschen seiner Aufforderung, die im Wiederspruch zum Glauben ihrer Ahnen stand. Es gibt einige Verse im Koran, die an die Hartnäckigkeit mancher Nomaden dieser Region erinnern und deren Ablehnung und Leugnung des Korans. Im Gegensatz dazu kamen viele Menschen monotheistischen Glaubens aus anderen Ecken der Welt wie Iran, Byzantinisches Reich, Rom, Äthiopien und Jemen, zu ihm, sind ihm gefolgt und haben die Gültigkeit seiner Prophezeiung bezeugt.
Einige Menschen seines eigenen Stamms – wie Nazr Ibn Hareseh, seine eigene Familie, Leute wie Abu Lahab, die Frau Abu Lahabs- lehnten seine Mission ab und zogen es weiterhin vor, Götzen anzubeten wie es in der Stammestradition vorgesehen war. Diese machtvolle Gruppierung aus Mekka bereiteten ihm und seinen ersten Begleitern verschiedene Schwierigkeiten und verschworen sich ihn zu ermorden. Prophet Mohammed verließ seine Heimatsstadt mit seinen Begleitern – Mohajeroun – und ging in die Stadt Medina, wo sie von Ansar empfangen wurden. Die Feinde und Kontrahenten aus Mekka versammelten eine Armee, um mit Gewalt Medina zu erobern und um Mohammeds Mission und Leben zu beenden. Der militärische Widerstand der Moslems unter Führung von Prophet Mohammed begann und dauerte über mehrere Jahre. In den meisten dieser militärischen Konfrontationen gelang es Mohammed eine siegreiche Strategie zu entwickeln  und er beendete die Kämpfe als Gewinner. Demzufolge nahm die Zahl der zum Islam konvertierter Menschen zu. Unter den neu konvertierten Menschen gab es einige, die am Reichtum der siegreichen Armee nach jeder Schlacht interessiert waren. Einige andere wurden Muslime, um die moslemische Gemeinschaft zu infiltrieren. Der Koran berichtet über diese in einigen Versen. Es waren Heuchler, die vorgaben Muslime zu sein, wenn sie mit Muslimen zusammen waren, aber sie haben weder an den Koran noch an den Propheten Mohammed geglaubt."
Dr Seyed Mostafa Azmayesh
Quelle: http://www.mehriran.de/artikel/datum///die-esoterische-methode-der-koranischen-schulung-im-gegensatz-zu-stammesspezifischen-tradition/

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IOPHRI Human Rights Report in Iran 15’th September 2013

Source:  http://www.mehriran.de/en/articles/single/datum///iophri-human-rights-report-in-iran-15th-september-2013/

Konsequenzen aus den syrischen Erfahrungen für Entwicklungsperspektiven im Iran

Denn eine solche verfassungsmäßige Blockade friedlicher Verfassungsreform im Sinne einer strukturellen Transformation der „Islamischen Republik“ in Richtung der Überwindung ihrer theokratischen Komponenten führt unweigerlich zur gewalttätigen Auseinandersetzungen, wie wir sie in dem gegenwärtigen blutigen Bürgerkrieg in Syrien erleben. Selbst die bisherigen systemimmanenten Versuche der politischen Reformen der „Islamischen Reformisten“, die auf die Belebung der republikanischen Komponenten der Verfassung gerichtet waren, haben keine große Chance gehabt. Die letzte blutige Unterdrückung der Protestaktionen gegen die Fälschung der Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen in 2009 manifestiert die Unbeugsamkeit dieses Regimes. Selbst eine kritische Äußerung ist als „Propaganda gegen das Regimes“ strafbar. Damit demonstriert die Obrigkeit, wie existentiell und unverhandelbar die „absolute Herrschaft der Schriftgelehrten“ für sie ist und wie sie gegen eine mögliche Gefährdung dieser Herrschaftsform reagieren würde. Für sie hat die Erhaltung dieses Systems, mit der “absoluten Herrschaft des Theologen“ als seiner „Hauptsäule“ die absolute Priorität; selbst vor den primären Geboten des Islams („odjebe- e wadjebat“, so Khomeini), die zeitweise sogar suspendiert werden dürfen. Die blutige Erfahrung der „Grünen Bewegung“ hat sogar Teile der „islamischen Reformisten“ davon überzeugt, dass im Rahmen dieser Staatsform sogar politische Reformen lebensgefährlich sein können. Jedoch gibt es Teile der Reformisten, für die anscheinend die Aufrechterhaltung des „Systems“ quasi eine religiöse Pflicht ist, die aber eine systemimmanente Verbesserung des Regierungsstils und die Abschaffung polizeistaatlicher Atmosphäre anstreben.
Deswegen haben sie zur aktiven Wahlbeteiligung zur 11. Präsidentschaftswahl aufgerufen und diese in einer Koalition mit den „Moderaten“ Konservativen und Technokraten für Hassan Rohani entschieden. Dies war aber nur möglich, weil die Obrigkeit die Existenz des Regimes ohne massenhafte Legitimation der Herrschaft angesichts der internationalen Sanktionen gefährdet sah. Deswegen feierte das Regime die relativ hohe Wahlbeteiligung als „Bestätigung des Systems“. Wobei mit den unzähligen Hinrichtungen unmittelbar nach der Wahl und der Verschärfung der öffentlichen Belästigung der Frauen durch die „Sittenwächter“ wegen ihrer „unislamischen“ Bekleidung das Regime jedem unmissverständlich beibringen wollte, dass sich ja nichts verändert habe. Denn selbst nach dem Wahlsieg der „Moderaten“ befinden sich die Judikative, „Legislative“ sowie Militär und „Sicherheitsorgane“ weiterhin in der Hand der Konservativen, an deren Spitze der Führer steht. Zudem verfügt der „Führer“ über die verfassungsmäßig garantierte „Imperative Befehlsgewalt“ in jeder Beziehung. Und überall und in jeder Institution sind seine Vertreter die maßgeblichen Befehlshaber. Hinzu kommt die Allgegenwart der Sicherheitsorgane und die nach Scharia richtende Justiz, deren Oberster Richter nur durch den „Führer“ eingesetzt werden darf. Für ihn ist nur der Wille des Führers Recht und Gesetz. Daher würden selbst bei einer totalen Verschiebung der Machtbalance zugunsten der „Islamischen Reformisten“ die institutionalisierten Menschenrechtsverletzungen im Namen der Scharia nicht aufhebbar sein, solange die Theokratie besteht.
Sogar der neu gewählte Präsident fühlt sich verpflichtet, dem Islam zu dienen, indem er dem Volk dient. Sein Justizminister schwört sogar die Scharia zu beschützen, statt wie sonst üblich die Verfassung zu schützen.Was ist nun zu tun angesichts dieser Sachlage und den damit verbundenen institutionalisierten Menschenrechtsverletzungen außer als auf eine präventiv-gewaltlose humanitäre Intervention auf der Grundlage des Prinzips der „Schutzverantwortung“ der UNO zu hoffen. Zumal die bisherigen Erfahrungen mit den totalitären Staaten gezeigt haben, dass der Totalitarismus von innen heraus  ohne internationale Unterstützung nicht zu überwinden ist.
Die Möglichkeit einer gewaltlosen präventiven humanitären Intervention auf der Grundlage der „Schutzverantwortung“ 
Die „Schutzverantwortung“ ist ein neues Konzept der internationalen Politik und des Völkerrechts zum Schutze der Menschen als Einzelne und Gruppen vor schweren Menschenrechtsverletzungen und Brüchen des humanitären Völkerrechts. Sie wurde maßgeblich von der „International Commission on Intervention and State Sovereignty“ (ICISS) in den Jahren 2000/2001 entwickelt und international verbreitet und nach der Zustimmung der Generalversammlung der UNO (2005) sogar in der Resolution 1674 des Sicherheitsrats erstmals in einem völkerrechtlich verbindlichen Dokument erwähnt. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon veröffentlichte 2009 einen Bericht zur Umsetzung der Schutzverantwortung, die auf drei Säulen basiert und insbesondere die Bedeutung einer rechtzeitigen Erkennung und Einleitung von präventiven Maßnahmen bei derartigen Verbrechen hervorhebt. 
Die „Schutzverantwortung“ trifft zunächst den Einzelstaat und beschreibt seine Pflicht, das Wohlergehen der ihm kraft seiner Personal- oder Gebietshoheit unterstellten Bürger zu gewährleisten. Bei der Wahrnehmung dieser Verantwortung wird er von der internationalen Staatengemeinschaft unterstützt, der eine subsidiäre Schutzverantwortung zukommt. Ist jedoch die politische Führung des jeweiligen Staates nicht fähig oder willens wie im Falle Iran, die Bürger vor schweren Menschenrechtsverletzungen zu schützen, darf die internationale Staatengemeinschaft, vornehmlich die Vereinten Nationen, zum Schutz der bedrohten Menschen eingreifen. Dazu stehen ihr nach Maßgabe der Charta der Vereinten Nationen zivile und militärische Mittel zur Verfügung, über deren Einsatz der Sicherheitsrat entscheidet.
Die Theoretische Grundlage der „Schutzverantwortung“ ist die Definition von Souveränität als Verantwortung ("sovereignty as responsibility"), wonach ein Staat Verantwortung für den Schutz seiner Bevölkerung übernehmen muss, um als souverän zu gelten. Die „Schutzverantwortung“ hilft damit, universale Moralvorstellungen zum Schutz der Menschen als Einzelne und Gruppen international zu verwirklichen. Als zu verhindernde Menschenrechtsverletzungen werden Völkermord, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberungen identifiziert. Von daher sollte das kanadische Beispiel der parlamentarischen Verurteilung der Massenhinrichtungen der iranischen Gefangenen in den achtziger Jahren als „ Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ auch in Europa und den USA Schule machen.
Nach der vorliegenden Fassung gliedert sich die „Schutzverantwortung“ in drei Teilverantwortlichkeiten: Die Pflicht zur Prävention, die Pflicht zur Reaktion  und die Pflicht zum Wiederaufbau, wovon vor allem die Pflicht zur Prävention hier für mich zur Debatte steht.Die Pflicht zur Prävention zielt auf die Vermeidung von Situationen, in denen es zu schweren Menschenrechtsverletzungen kommt, insbesondere durch den Aufbau einer guten Verwaltung (good governance) und die Bekämpfung tiefverwurzelter Ursachen für Konflikte (root causes), die im Iran durch die institutionalisierte Verletzung der Menschenrechte unausweichlich sind. Auch eine Anklage vor dem Internationalen Strafgerichtshof ist insoweit denkbar, die im Falle Iran einer Zustimmung des Sicherheitsrates der UNO bedarf, weil Iran das Abkommen zur Errichtung des „Internationalen Strafgerichtshof“ zwar unterschrieben aber noch nicht ratifiziert hat.
Auch die Pflicht zur Reaktion verpflichtet zu einer Beseitigung bzw. Unterbindung von Menschenrechtsverletzungen. Mittel hierzu sind friedliche Zwangsmaßnahmen der Staatengemeinschaft wie Waffenembargos und das Einfrieren von Bankkonten. Als ultima ratio kommen auch militärische Interventionen in Betracht, wenngleich diese nur in zwei eng umrissenen Situationen gerechtfertigt sein sollen: im Falle eines Massensterbens und im Falle einer ethnischen Säuberung. Die Befugnis, eine solche militärische Intervention zu autorisieren, geht gemäß der „Schutzverantwortung“ jedoch nicht auf einzelne Staaten über, sondern verbleibt beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, die gegenwärtig paralysiert ist. Von der „humanitären Intervention“ unterscheidet sich die „Schutzverantwortung“ in dreifacher Weise:
1. Der dem Konzept der humanitären Intervention immanente Rechtfertigungszwang bedingt eine starke Zurückhaltung der Staaten, in innerstaatliche Konflikte aktiv einzugreifen. Diese Zurückhaltung zeigte sich insbesondere während des Völkermords in Ruanda – mit verheerenden Folgen. Allerdings werden zurzeit die Verantwortlichen vor dem „Internationalen Strafgerichtshof“ in Genf zur Rechenschaft gezogen. Die Schutzverantwortung verlagert den völkerrechtlichen Rechtfertigungsdruck für ein Handeln der Staaten bei Menschenrechtsverletzungen, indem sie entsprechende Pflichten formuliert. 
2. Die Souveränität eines Staates und das daraus hervorgehende absolute Interventionsverbot, wie es Art. 2 Ziff. 7 der Charta der Vereinten Nationen gewährleistet, werden durch die Schutzverantwortung neu definiert. Als Folge eines Verstoßes gegen seine Schutzverantwortung verwirkt ein Einzelstaat sein Recht auf Nichteinmischung in seine internen Angelegenheiten.
3. Die „humanitäre Intervention“ betrifft allein die Rechtfertigung militärischer Maßnahmen und damit nur einen Teilaspekt der „Schutzverantwortung“. Mit ihren Präventions-, Reaktions- und Wiederaufbauelementen verfolgt letztere einen weit umfassenderen Ansatz. Mit dieser völkerrechtlichen Grundlage präventiv-gewaltloser humanitärer Intervention ist völkerrechtlich die Möglichkeit gegeben im Falle institutionalisierter Menschenrechtsverletzungen jenseits der Einzelfallbeispiele der Menschenrechtsverletzungen wie bei „Amnestie International“ Maßnahmen zum Schutz der Menschenrechte als ein unverzichtbarer Aspekt der institutionellen Demokratisierung Irans zu initiieren. Mit der „Schutzverantwortung“ formulierte Pflicht zur aktiven Verteidigung der Menschenrechte, können die demokratischen Staaten nicht mehr wie bis jetzt bei Lippenbekenntnisse zu Menschenrechte belassen. Sie daran zu erinnern ist die Hauptaufgabe der Menschenrechtaktivisten. Denn wer  eine „humanitäre Intervention“ als einen bewaffneten Eingriff in das Hoheitsgebiet eines anderen Staates zum Schutz von Menschen in einer humanitären Notlage ablehnt, hat keine andere Alternative als diese Notlagen präventiv vorzubeugen. Und zwar gewaltlos.  
Die institutionalisierte Menschenrechtverletzungen und die institutionell vorprogrammierte blutige Eskalation jedes politischen Konfliktes um institutionelle Demokratisierung, wie wir nicht nur in Ägypten und Syrien erleben, sondern auch bei der blutigen Unterdrückung der „Grünen Bewegung“ im Iran gesehen haben, machen die präventiv-gewaltlosen Interventionen unabdingbar. Jede präventiv-gewaltlose humanitäre Intervention muss daher auf eine Institualisierung der Rahmenbedingungen gewaltloser Austragung der Konflikte hin zielen, bevor sie aus schierer Verzweiflung in blutige bürgerkriegsartige Auseinandersetzungen ausufern wie in Syrien. Denn diese Konflikte sind Manifestationen der nie endenden Macht- und Statuskämpfe und als solche die Struktureigentümlichkeit jeder menschlichen Beziehung, die mit zunehmender funktionellen Demokratisierung der Gesellschaften sich vervielfältigen und verschärfen. Es geht dabei um eine nie enden wollende Auseinandersetzung um die Verschiebung der Machtbalance und der Selbstwertbeziehungen der interdependenten Menschen als Einzelne und Gruppen zur eigenen Gunsten. Es geht also um die Steigerung der eigenen Machtchancen und Selbstwertgefühl auf Kosten der Anderen. Es geht immer dabei um die Erweiterung der eigenen Chancen, das Verhalten der anderen Menschen als Einzelne und Gruppen  zu steuern. Und da zuweilen mehr Macht gleich gesetzt wird mit mehr Selbstwert, entsteht eine eigene „Logik der Emotionen“, die zu einem Teufelskreis der Eskalation der Konflikte beiträgt. Um die Eigendynamik dieser Eskalation hin zur gewaltsamen Austragung zu unterbinden, ist eine  präventive gewaltlose humanitärere Intervention unabdingbar. Sie soll zur Förderung gewaltloser Konfliktaustragung dadurch beitragen, indem sie ihre institutionellen Rahmenbedingungen durch Sanktionierung folgender Forderungen erleichtert:
1. Die Respektierung der Menschenrechte, zu dem die „Islamische Republik“ durch die Ratifizierung von internationalen Menschenrechtsabkommen verpflichtet ist, obwohl sie unzulässiger Weise durch ihre „Islamisierung“ praktisch ausgehöhlt werden.
2. Die Respektierung der rechtstaatlichen Grundsätze. Damit soll die Ausübung staatlicher Macht nur auf der Grundlage der  Verfassung und von formell und materiell verfassungsmäßig erlassenen Gesetzen mit dem Ziel der Gewährleistung von Menschenwürde, Freiheit, Gerechtigkeit und Rechtssicherheit zulässig sein. So soll die Respektierung der in der Verfassung verankerten Grundrechte der Bürger bedingungslos garantiert werden.
3. Die Respektierung der Minderheitenrechte und des Diskriminierungsverbots als unabdingbare Komponente der Demokratie; sonst wäre das „Dritte Reich“ der demokratischste Staat in der Geschichte, denn zuweilen wird die „Diktatur der Mehrheit“ (siehe Ägypten) als „Demokratie“ definiert. In diesem Sinne behauptet auch Khamenei, dass Iran das demokratischste Land der Welt sei.
4. Die Abschaffung der institutionalisierten Frauen-, ethnischen, und konfessionellen Diskriminierung sowie der Diskriminierung der Andersdenkende und Anderslebende.
5. Die Freilassung der, rechtswidrig und aufgrund erpresster Geständnisse verurteilten, politischen sowie andersdenkenden und andersgläubigen Gefangenen wie Bahais, Sufis, Christen u.a.
6. Die international garantierte freie Wahlen, da selbst nach Khomeini „die Wahlstimme der Maßstab ist“.
7. Ein Verfassungsreferendum, weil sogar nach Khomeini, der als Begründung der Notwendigkeit der Neugründung des nachrevolutionären Staates durch ein Referendum ausdrücklich hervorhob:  „ Es ist das Recht der neueren Generationen ihre eigene Staatsform zu bestimmen“. 
Hannover, 13.09.2013, http://gholamasad.jimdo.com/kontakt/
Quelle: http://www.mehriran.de/artikel/datum///die-konsequenzen-aus-den-syrischen-erfahrungen-fuer-entwicklungsperspektiven-im-iran/

The Heretic Institute of “The Dideban Centre for Strategy” is a bank for inaccurate and false news.

Commentary Darvishanonline: "However, amateurishly they reveal accurate information about their methods!! Mohammad Javad Mahrabi, head of the heretics bond in the notorious institute called ”The Center of Religions and Sects in Qom” reveals the strategies and methods of this seditious and devious organ against Dervishes and Sufism. Javad Mehrabi is an element belonging to the Iranian security information with association to the “Basiji Security Information”, subset of "Cyber ​​Corps and network war" against the so-called "deviant sects" (!!) and is one of the elements of, "The Dideban Centre for Strategy" (!!) or as they say, "The Center of Opposition against the Opponents of the Islamic Revolution" (what a bogus statement!!!!).
But let’s look at his complete speech – an interview that he has made with himself (!!!) and has published in the fallacious site known as Dideban (!!) – is indicative of how false these wide, long and precious information sources of the organization known as “Dideban" are (!) and how they are in illusion which results by looking through the holes of their opium smoking pipes. This collection of news and information, expressed by the so-called Dideban site quoted Mr. Javad Mehraby, is so ridiculous, brainless and non-realistic that could have only been from those who consider themselves to be better than us or as they say “from our invisible army of Jinn". About these unknown sources can only be said “those who cannot hear the truth are complete liars”.
However, this mouth-filling title is for emptying the treasury and misusing what is the right of the public under the pretext of strife and enmity against Sufism and dervishes. But it would have been much better if these gentlemen officers of soft war had attended two or three terms in kindergarten to improve their own weaknesses in Persian language!!

Nevertheless, although the information presented by Heretic Mr. Javad Mehrabi is ambiguous and false (to an extend that does not even need to be challenged and denied!), but to him who unveils the strategies of these heretic organizations against the school of Sufism and dervishes and highlights their methods should be said “bravo“ and “well done”!"

This is the article and interview of Dideban:"Investigation of behavior of influenced elements into the strayed Gonabadi Dervishes sect in an interview with Hojjatoleslam Javad Mehrabi.These tiny parts of Colonialism Dideban:In the conference which was held in the Nixon Foundation Mr Steven Schwartz, a Western analyst presented the following analysis:-“one of the things that help the West to succeed in regard with Islam is the return of Sufism in these societies which is a rival and an alternative to radical Islam”. Mr. Schwartz continued: “pluralism and moderate Sufi Muslim in the world may have a decisive role in the transition period of Islamic world." “The following is an interview with Hojjatoleslam Javad Mehrabi, a top expert on deviant sects and the Director of Institute of religions and sects in Qom, by the research group of religions and sects of the institute of Rahbar-e-Dideban, in order to expose the backgrounds of few figures of this sect.”The manufactured and shamble sect of Sufism is so sweet in Westerners’ mouths that they are willing to invest on it so that they could create doubt in the real Islam and hence attract number of naive people in the camp of disbelief and shame of dervishes. Some time ago in a conference held in Nixon Foundation Mr Steven Schwartz, a Western analyst presented the following analysis:-“one of the things that help the West to succeed in regard with Islam is the return of Sufism in these societies which is a rival and an alternative for a radical Islam. Pluralism and moderate Sufi Muslim world may have a decisive role in the transition period of Islamic world.” This is the policy of British politicians   whom were renowned for their old colonial policies and are now resorting to a deceiving modern and cultural colonial approach to retain the same title of “The Old Fox of Politics".
Hojjatoleslam Javad Mehrabi, a top expert on deviant sects and the Director of Institute of religions and sects in Qom in an interview exposes the background of few of the elements of this cult.Dideban: What sort of person is Mostafa Azmayesh who has been known as the spokesman of Gonabadi Dervishes? Mehrabi: He is not considered as one of the key figures, but is more known as a person who works for the sect and because of his activities against the regime and efforts in the sect, his position has been enhanced to a spokesman of the Gonabadi Dervishes. Dideban: What was his reason for being so keen to join Gonabadi Dervishes? Mehrabi: His family from the beginning had tendency to traditional dervishes’ trends.  His tendency increased during when he was a student that is when he succeeded to develop a greater capacity of devotion to the cult. Of course, his father was also a Gonabadi dervish who had a weak religious affiliation. This dervishes’ element, Azmayesh later due to his strong friendship with Shahram Pazooki during 2000-2001 entered cult’s organization. Having said that, prior to this Azmayesh did not have any inclination to Gonabadi Dervishes. Before this, Azmayesh was mainly involved with Iranian Sufism Journal, which was established by Mr. S. Pazooki and Mr. Tabandeh, the Master of the Gonabadi Order, and also Haghighat Journal. Dideban: You indicated that this tendency also existed in Azmayesh’s Family?Mehrabi: Yes! Azmayesh are three brothers. One of them is a Dervish and a university lecturer, who does not get involve very much with the Gonabadi Dervishes.  Another brother was a communist guerrilla, whom in the second round of attack to Amol during 78-79 was killed. Mustafa is the youngest of the brothers. His family had some desire in being Dervish, but not a strong one. His wife and daughter, who currently live in France, have no tendency to Sufism. In fact, in this family the only person who mostly work for Gonabadi Dervishes is Mr Azmayesh.Javad MehrabiDideban: How had the recent division within the dervishes been created that made the Head of the cult to announce that he does not have any speaker?Mehrabi: In fact Azmayesh was self-proclaimed speaker of the cult, which was accepted after awhile. After the event of the Friary in Qom, he presented himself to the world media and by giving media interviews became known as a spokesman of Nour Ali Tabandeh. It is important to mention about his other activities. He has an assistant named Laleh, who is the executive director of Haghighat Publishing Company and has a job of collecting data and emailing them to Mr. Azmayesh. In fact, Nasr-Allah Laleh was one of those who used to give refuge to the families of Hypocrites (M.K.O). Some 2 years ago, he was convicted of acting against national security and hypocrisy and was arrested. Laleh is also the secretary and driver of Mr. Tabandeh and in order to retain his position of gathering information due to his link Mr. Tabandeh uses the title of Laleh. However, in the recent sectarian tensions and conflicts which have been reflected in dervishes’ media, it is worth mentioning that extreme involvement of Mr. Azmayesh in politics and his collaborations with oppositions outside the country was not to the liking of Mr. Tabandeh, and when the head of dervishes found that Mr. Azmayesh has become so political and with the support of other heads of cult has started opposition and struggle against the regime, realized that the  situation is inappropriate, especially that these are against their claims and slogan of the cult saying “total peace and non-interference in politics”, and as the result of this Mr. Azmayesh has incurred high financial cost  to the sect. Additionally, after his collaborations with oppositions, foreign agents, MKO and Bahá’ís, Mr. Tabandeh saw the opportunity to save himself from Mr. Azmayesh’s self interested widely spread propaganda and to distance this element from other dervishes.   Because of this, in his New Year’s written and spoken messages to dervishes, Mr. Tabandeh officially announced that Gonabadi Dervishes do not have any spokesperson. Dr. Mostafa AzmayeshDideban: What was the hunger strike of some dervishes in prison about?Mehrabi: You see! I very much disagree with the half hearted approach against these seditious elements.  According to the court they were imprisoned, but their link with outside was not disconnected and they started comfortably to write letters and communicate and spread the internal information of the cult. Additionally, their lawyers were not controlled, neither and even when they increase the pressure to the regime, in some cases the response was short coming! Let me give you the example of the Christian Abraham Firoozi, who was arrested for disrupting national security and collaborating with foreign agents and whose sentence was execution, but repented and after spending 10 months imprisonment was released. Just a day after his release, he was contacted by one of us and requested a Holy Bible and he replied that he was no more in that path! He had repented and did not want to be any part of that, but the very next day using a public phone line he contacted us and after apologizing   he emphasized that his phone at home was bugged and that was the reason he could not properly answer before! He then asked for an address to bring the Holy Bible. There are many cases like this that because we have dealt with kindness and compassion they have been exploited.Dideban: Apart from the loss and destruction that you implied, what other things that could  cause harm?Mehrabi: At the moment the charges of the 12-13 dervishes who have been imprisoned for about one and half years have not been announced. When a person is arrested usually within 2-3 months the charges are announced and his/her file is closed. Here we have kept them for 2 years. You can see that the two dervishes who were on hunger strike mobilized the whole world against us! Now the question is what happens when they are released!? Even now we have been too lenient by transferring them from one ward to another. The fault is in the judiciary system.Dideban: In your opinion, what is the solution?Mehrabi: In this case we would need a special judge to deal with files relating to the cult. Some judges do not even know what these cults do? I worry that other denominations misuse this opportunity. So far we have arrested many Baha’is. Even they, so far have not done such a thing, and we know that the influence of Bahai’s in the International propaganda machine is very high and if they learn to do the same kind of strikes, I think this would not be very good. Dideban: Who did the Gonabadi Dervishes in the previous presidential elections supported and what their function in 88 conspiracies was?Mehrabi: They were different in the last election. The Head and other cult’s elders favored Mr. Karroubi and this was because of Karroubi’s longstanding relationship with the organization and also because of the destructive character of the spirit of Karroubi and they knew that Karroubi for the purpose of getting public opinion and presidency would do any thing. Hence, they invested on him and furthermore, other leaders of the sect tried anyhow to save the broken body of the organization by directing the followers towards Mousavi. But in the last election, they did not support anyone openly, but many were supporter of Mr Hashemi. Before the election, they partially considered Mr. Mashaee, but it did not materialized as Mr Mashaee was disqualified as a candidate. .Dideban: So how do you think the problems with these kinds of sects should be dealt with?Mehrabi: You can define different strategies against sects. Firstly, scientifically infiltrate doubt and uncertainty into the body of cult.  Secondly, create full-scale war between the leaders of the cult. We have to be more active than today and be able to manage the situation and   then should enter the realm of engagement and absorption of people from within the cult. These people are recruiting and attracting people one by one! We did not do these things and then expect to attract them easily by writing articles! This task is the responsibility of clergy and non-clergy students who are engaged in advertisement in social networks and institutions. We should also make stronger scientific discussions and create powerful mistrust, suspicion and apprehension within the structure of these sects. We should highlight their weaknesses and then discuss these weaknesses and challenge them. Dervishes of Gonabadi are concerned of their genealogical tree and Order tree of their heads. These two have created parallax. In the Order three of Shah-Nemat-Allah, except Imam Ali (AS) there is no Imam, but it is different in the genealogical tree. We should put our finger on their weaknesses where it can be broken, scientifically and logically challenge them and create a friction within them."—————————————————————————————————–Darvishanonline reports further about the situation of Dervishes:"Heretics of Qom do not stop threatening and being seditious, subversive, devious, treacherous and strayed. Hostilities of clergy students/mobilized heretics with beard and mustache of Dervishes Followers of the school of heretics who have launched multiple anti-Sufism sites to create disunion, on one hand by sedition and deviousness are occupied to cause harm to dervishes and on the other hand with the help of other heretics of the same school tie hands and feet of Dervishes in dark dungeons and then shave their beards and mustaches. These various money grabbers of heretic sites do not pass a day without using a foul language, which is indicative of their likeliness to swearing and using vulgar words.
Quick look at the exaggerated comment of Mohammad Jafar Mahboob about the character, greatness and miraculous act of Haj Nayeb Alsadr Masomalishah, son of Haj Agha Zain Al-Abedin Shirvani Rahmatali Shah, the wise, rich in pen and well-informed author    of  Tarayegh Al-Haghayegh has caused the heretic site, known as Adyan-Net, whish is a subsidiary of  the Crafty Security Information Systems  and is the same as the heretic sites which are affiliated to the "institute of religions and sects in Qom” – to allow itself to unfairly insult both the editor and the author of the book and to consider himself as the owner of  the "holy pen"!! It is surprising that if this self-claimed, but empty of content person has got things to say, why he does not participate in a live television discussion program of Dorr TV through Skype link and only tries to shave the mustaches of dervishes in dark dungeons. Why are they in fear of exposing their ignorance in a live television discussion and presenting themselves under the judgment of wise and honest world of Persian language speaker viewers?!!"http://www.darvishanonline.com/2013/09/blog-post_8055.htmlSource: http://www.mehriran.de/en/articles/single/datum///the-heretic-institute-of-the-dideban-centre-for-strategy-is-a-bank-for-inaccurate-and-false-news/

Der Charakter der „Islamischen Republik“ Iran

"Die Statthalterschaft des Faghih (Theokratie, D.G.) ist eine relative Angelegenheit, sie wird durch Ernennung übertragen, ein Akt, der vergleichbar ist mit der Ernennung eines Vormundes für Minderjährige. Vom Standpunkt der Aufgabe und der Stellung besteht kein Unterschied zwischen dem Vormund der Nation und einem Vormund für Minderjährige" (Khomeini)[1].
In diesem Beitrag möchte ich kurz die Notwendigkeit gewaltloser humanitärer Intervention in Iran angesichts institutionalisierter Verletzung der Menschenrechte begründen und zwar in Anbetracht der durch das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in Iran und der illusionären Erwartungen, die Rohanis Wahlversprechen erweckt haben. Zumal die Charmeoffensive Rohanis und die seines als versiert gehandelten Außenministers Zarif diese Illusion noch verstärkt hat. Denn es gibt unzählige Versprechen, deren systemimmanente Erfüllung beim besten Willen mit unüberwindbaren institutionalisierten Hindernissen konfrontiert ist. Ihre Erfüllung würde nicht nur die Abschaffung der verfassungsmäßig verankerten Scharia als Bezugsrahmen jeglicher Entscheidungs- und Handlungsspielräume voraussetzen[2] sondern auch die „totale Herrschaft des Theokraten“, der sich als „Vormund der Nation“ begreift und eine totale „Gleichschaltung“ der Gesellschaft anstrebt. 
I.  Zu illusionären Erwartungen, die Rohanis Wahlversprechen erweckt haben
Zu diesen unerfüllbaren Wahlversprechen gehören u. a. die versprochene Überwindung der  Frauen-  und konfessionellen Diskriminierungen[3], die zuweilen mit ethnischen Diskriminierungen einhergehen. Eine Institutionalisierung der Freiheit und Gleichheit im Sinne der zunehmenden Erweiterung der Entscheidungs- und Handlungsspielräume der Menschen als Einzelne und unabhängig von ihren Gruppenzugehörigkeiten ist im Rahmen der „Islamische Republik“ ein unmögliches Unterfangen, selbst wenn Rohani ein „Charta der Freiheiten“ in Aussicht stellt. Dies hat nicht nur die bisherige Erfahrung der Menschen seit der Konstitution dieser „Republik“ bewiesen. Das dieser Staatsform zugrunde liegende Menschenbild als ewig unmündige Menschen widerspricht der individuellen Freiheit, Gleichheit und dem Ethos der Menschenrechte. Als ewig unmündige Menschen haben Menschen demnach keine Rechte sondern nur religiöse Pflichten.  Dies drückt sich nicht nur in den verfassungsmäßigen Einschränkungen aller in der Verfassung verankerten bürgerlichen Rechte und Menschenrechte durch die Scharia aus, sondern auch in der Islamisierung der Menschenrechte, die anstatt den Islam zu humanisieren die Menschenrechte archaisiert, indem sie die vorislamischen archaischen Verhaltens- und Erlebensmuster  der arabischen Stämme zu „Gottes Gesetz“ erklärt und diese Scharia als einzigen Bezugsrahmen aller Menschenrechte zugrunde legt.[4]
Hinzu kommt der Charakter der „Islamischen Republik“ als eine Quadratur des Kreises, die sich als Folge einer Veralltäglichung der charismatischen Herrschaft Khomeinis ergab. Denn die „islamische Republik“ ist  Folge der „Islamisierung“  einer Revolution, die  als Funktion einer wachstumsorientierten Modernisierung eine funktionelle Demokratisierung der Gesellschaft, im Sinne der Verschiebung der Machtbalance zwischen Etablierten und Außenseiter zugunsten der Letzteren, Vorschubleistete und zugleich die institutionelle Demokratisierung der Gesellschaft  und des sozialen Habitus der involvierten Menschen unterband. Die Islamisierung der Revolution ist daher ein Nachhinkeffekt des sozialen Habitus der sie tragenden Menschen. Sie manifestierte sich in ihrem autoritären Charakter, der die charismatische Führungsfunktion Khomeinis hervorbrachte.
Bei dieser „Islamisierung“ der nachrevolutionären Staatsgesellschaft dominierte vor allem die Durchsetzung des dogmatischen Gehaltes einer Zwölfer schiitischen Lesart des Islams, die gegenwärtig durch Extremkonservativen „Usulgerajan“ („Prinzipienorientierte“/ „Glaubensaxiome Orientierten“) repräsentiert wird, während mit der Unterdrückung der liberalen Islamisten der ethische Gehalt der Religion zunehmend in Vergessenheit geriet. Diese  Vernachlässigung des ethischen Gehaltes des Islam ergab sich aus der von Khomeini geforderten Systemerhaltung um jeden Preis, die zu einer Glorifizierung einer besonderen Lesart der versteinerten Dogmen führte. Denn für Khomeini hatte die Systemerhaltung im Sinne der machiavellistische Sicherung der „Schriftgelehrten Herrschaft“ absolute Priorität („odjeb-e vadjebat“), wofür sogar die Primärgebote des Islams zeitweise suspendiert werden dürften.  Durch die Verfassungsreform unmittelbar vor dem Ableben Khomeinis wurde der totalitäre Charakter der etablierten theokratischen Herrschaft in Form der „absoluten Schriftgelehrten Herrschaft“ sogar gesteigert und als ewig unveränderbar festgeschrieben. Seitdem ist sogar jede kritische Äußerung gegen diese Herrschaftsform strafbar. Dafür werden alle mobilisierbare Machtquellen eingesetzt um diese Herrschaft auch gewaltsam aufrechtzuerhalten, weswegen man auch von einer totalitäreren Gewaltherrschaft bzw. „Polizeistaat“ sprechen kann. Nicht nur verschiedene Sicherheitsorgane des Innenministeriums und das offizielle Nachrichtendienst, das unter direkte Kommando des Führers stehen sorgen für die „Staatssicherheit“; sondern auch die allgegenwärtige „Revolutionsgarde“ mit ihrer zahlreichen „Kulturellen“, „ökonomischen“, „politischen“, „ideologischen“ u.a. „kampffronten“. Mit ihrer unter der direkten Befehlsgewalt des Führers stehenden parallelen Geheidienst mit eigenen Gefängnissen und verhörpersonal, die informell nicht nur die Anklageschriften anhand der unter Folterung erpressten Geständnisse formulieren, sondern auch die Strafmaß jeweils vorgeben. In diesem System  fungieren die, das Recht beugenden, „Richter“ lediglich als juristisches Feigenblatt der Gewaltherrschaft der „Revolutionsgarde“, deren rechtswidrige Handlungen sie juristisch legitimieren.
II.  Zum Unterschied der Konservativen und Moderaten Khomeinisten
Nicht aber nur die demokratischen Kritiker dieser Herrschaftsform werden verfolgt, obwohl bis jetzt keine politischen Delikte gesetzlich definiert worden ist. Sondern auch ihre systemimmanente Kritiker, die die Suspendierung der republikanischen Komponente der Verfassung zu beleben versprechen. Dies würde bedeuten die verfassungsmäßige Einschränkung  eines absoluten Herrschers, dessen Imperative zu befolgen als unanfechtbare Pflicht jedes „Untertanen“ gilt; eines Herrschers, der mit Ludwig dem XIV. sagen kann: ich bin der Staat!
Doch diese systemimmanente Kritik seitens derjenigen, die ihre offiziell erwartete „praktische Verpflichtung gegenüber der Herrschaft des Theologen“ („Eltezam Amali bewelajat“) unmissverständlich beteuern, ist eine unabdingbare Begleiterscheinung jeglicher veralltäglichung der charismatischen Herrschaft, die „eine spezifisch außeralltägliche und reine persönliche soziale Beziehung"[5] ist.
Mit dem Ableben Khomeinis wurde zwar, mit einer scheinbaren „Nachfolgedesignation“ durch Khomeini, versucht den „Glaube an die Eigenlegitimität des Charismas“  in den „Glauben an den legitimen Erwerb der Herrschaft kraft rechtlicher und göttlicher Designation“ zu transformieren. Doch damit entstand auch ein unerbittlicher Konflikt unter den Erben Khomeinis, die zu sukzessiven Exklusionen immer weiterer Teile des politischen Establishments führte. Zuletzt führte dies zur Einkerkerung großer Teile der als „Reformisten“ bekannten ehemaligen „Jüngerschaft Khomeini“, deren Führer und Präsidentschaftskandidaten der 11. Präsidentschaftswahlen, Mussavie und Kahrubi, wegen Anfechtung der Wahlergebnisse ohne jeglichen Gerichtsverfahren unter Hausarrest stehen.
Was aber zur Neuformierung der Nachfolger Khomeinis in konservative „Usulgerajan“ („Prinzipienorientierte“) und Moderaten und „Reformisten“ treibt, sind ihre „autoritäre“ versus „demokratische“ Legitimationsprinzipien der veralltäglichten charismatischen Herrschaft des „Führers“.  Denn das seinem primären Sinn nach autoritär gedeutete charismatische Prinzip kann auch quasi „antiautoritär“ umgedeutet werden[6]. Für die autoritären Konservativen „Usulgerajan“, die zwischen „göttlich vermittelte Legitimität“ des Herrschers und seine „Akzeptanz“ (Maghbulijat) durch die Gemeinschaft der Gläubiger unterscheiden, ist die Herrschaft des „Revolutionsführer“ lediglich deswegen legitim, weil die Gläubiger ihm die Anerkennung geschuldet sind. Denn die Menschen haben nur religiös bestimmte Pflichten aber keine Rechte, die nur Gott zusteht und vom ihm dem herrschenden Theologen verliehen werden. Diesem Glaubensaxiom u. a. folgend nennen sie sich „Usulgerajan“ („Prinzipien-Orientierte“), die sogar eine praktische „Verschmelzung mit der Herrschaft“ (Zob dar Valajat) anstrebend und jegliche republikanische Komponente der Verfassung praktisch suspendieren so lange sie sie nicht formell aufheben können.
Was also die „moderaten“ und „reformistischen“ Fraktionen des politischen Establishments auszeichnet, ist ihr quasi „antiautoritäre“ Legitimationsprinzip der veralltäglichten charismatischen „Schriftgelehrten Herrschaft“, deren weitere Existenz und Stabilität sie nur so garantiert sehen. Zwar ist diese theokratisch begründete totalitäre Herrschaft eine „traditionelle Herrschaft, Kraft Glaubens an die Heiligkeit der von jeher vorhandene Ordnungen und Herrengewalten“[7]. Als eine Art ständischer Herrschaft der Geistlichkeit versuchen die moderateren Fraktionen des Khomeinismus das Verhältnis zwischen dem Beherrschten und dem Herrscher „demokratisch“ umzudeuten. Demnach sei die freie Anerkennung des Herrschers durch die Beherrschten die Voraussetzung der Legitimität und die Grundlage seiner Herrschaft. Diese freie Anerkennung und Bewährung als Legitimationsgrundlage  der Herrschaft gab es praktisch während Khomeinis charismatischer Herrschaft, woran sich die „Reformisten“ nostalgisch als „goldene Ära des Imam“ (Mussavi) erinnern. Denn eine charismatische Herrschaft ist eine „Kraft affektueller Hingabe an die Person des Herren und ihre Gnadengaben (Charisma)“.[8]
Trotz solcher Differenzen mit den Konservativen sind die „Reformisten“ und „Moderaten“ von der Notwendigkeit der theokratischen Herrschaft weiterhin überzeugt. Selbst nach ihrer Exklusion von der Kerngruppe der Macht und der unbarmherzigen Verfolgung und Unterdrückung Teile ihrer Führung stellen nicht einmal alle „Reformisten“ die „Schriftgelehrten Herrschaft“ je in Disposition, die unaufhebbar über verfassungsmäßig garantierte absolute Herrschaftsgewalt verfügt.  Durch diese Unaufhebbarkeit des totalen Herrschaftsanspruchs des „Führers“, die im Innen und nach Außen durch die „Revolutionsgarde“ umfassend und mit allen Mitteln geschützt wird, ist aber eine gewaltsame Eskalation der politischen Konflikte um die institutionelle Demokratisierung der Staatsgesellschaft vorprogrammiert, wenn nicht präventiv interveniert wird.
III.  Was bedeutet gewaltlose humanitäre Intervention zur Unterstützung zivilgesellschaftlicher Entwicklungsprozesse?
Ein zentrales Problem der Diskussion über die präventive gewaltlose Intervention ist ihre Gleichsetzung mit militärischer Intervention. Zudem wird sie entweder als Illusionär belechelt oder als Verletzung der „nationalen Souveränität“ der Staaten kategorisch abgelehnt. Deswegen ist hier zunächst einiges Klärungsbedürftig.
Zuletzt haben die ägyptischen und syrischen Erfahrungen gezeigt, welche Folgen das Fehlen der institutionellen Rahmenbedingungen der friedlichen Transformation der Macht zu Folge hat. Zugleich hat sich gezeigt, dass keine „souveräne“ Entscheidung einer Regierung nationalstaatlich begrenzt bleibt. Ihre regionalen und globalen Folgen sind ja nicht zu übersehen. Damit wurde blutig demonstriert, dass durch die zunehmende Globalisierung der Interdependenzen und Verflechtung der politischen, ökonomischen (Branchenkreisen), technologischen(Tschernobyl), kulturellen (globale Herausforderung des Islamismus) Entscheidungen und Entwicklungsprozesse die Vorstellung der „Souveränität“, wie sie durch den „Westfälische Friede“[9] geschaffen wurde, ad absurdem geführt hat und nur eine Schutzbehauptungen der Despoten geworden ist. Selbst wenn sie auch als Souveränität der Fürsten entstand und die Grundlage des modernen Völkerrechtes geschaffen hat. Aber das Völkerrecht muss sich den veränderten globalen Verflechtungszusammenhängen entsprechend anpassen und demgemäß weiter entwickelt werden. Dies wurde seit 2005 durch die UN-Generalversammlung verabschiedetes Prinzip der „Schutzverantwortung“ quasi vollzogen
Wer also eine „humanitäre Intervention“ als einen bewaffneten Eingriff in das Hoheitsgebiet eines anderen Staates zum Schutz von Menschen in einer humanitären Notlage ablehnt, hat keine andere Alternative als diese Notlagen präventiv vorzubeugen. Und zwar gewaltlos.  Auch hier wird vorausgesetzt, dass der betroffene Staat nicht in der Lage oder nicht willens ist, den Gefährdeten selbst Schutz zu bieten. Die institutionalisierte Menschenrechtverletzungen und die institutionell vorprogrammierte blutiger Eskalation jedes politischen Konfliktes um institutionelle Demokratisierung, wie wir nicht nur in Ägypten und Syrien erleben, sondern auch bei der blutigen Unterdrückung der „Grünen Bewegung“ im Iran gesehen haben, machen die präventiven gewaltlosen Interventionen unabdingbar.
Jede präventive gewaltlose humanitäre Intervention muss daher auf eine Institualisierung der Rahmenbedingungen gewaltloser Austragung der Konflikte hin zielen, bevor sie aus schierer Verzweiflung in blutige bürgerkriegsartige Auseinandersetzungen ausufern wie in Syrien. Denn diese Konflikte sind Manifestationen der nie endenden Macht- und Statuskämpfe und als solche die Struktureigentümlichkeit jeder menschlichen Beziehung, die mit zunehmender funktionellen Demokratisierung der Gesellschaften sich vervielfältigen und verschärfen.
Es geht dabei um eine nie enden wollende Auseinandersetzung um die Verschiebung der Machtbalance und der Selbstwertbeziehungen der interdependenten Menschen als Einzelne und Gruppen zur eigenen Gunsten. Es geht also um die Steigerung der eigenen Machtchancen und Selbstwertgefühl auf Kosten der Anderen. Es geht immer dabei um die Erweiterung der eigenen Chancen, das Verhalten der anderen Menschen als Einzelne und Gruppen  zu steuern. Und da zuweilen mehr Macht gleich gesetzt wird mit mehr Selbstwert, entsteht eine eigene „Logik der Emotionen“, die zu einem Teufelskreis der Eskalation der Konflikte beiträgt. Um die Eigendynamik dieser Eskalation hin zur gewaltsamen Austragung zu unterbinden, ist eine  präventive gewaltlose humanitärere Intervention unabdingbar. Sie soll zur Förderung gewaltloser Konfliktaustragung dadurch beitragen, indem sie ihre institutionellen Rahmenbedingungen durch Sanktionierung folgender Forderungen erleichtert:
1. Die Respektierung der Menschenrechte, zu dem die „Islamische Republik“ durch die Ratifizierung von internationalen Menschenrechtsabkommen verpflichtet ist, obwohl sie unzulässiger Weise durch Scharia praktisch ausgehöhlt werden.
2. Die Respektierung der rechtstaatlichen Grundsätze. Damit soll die Ausübung staatlicher Macht nur auf der Grundlage der Verfassung und von formell und materiell verfassungsmäßig erlassenen Gesetzen mit dem Ziel der Gewährleistung von Menschenwürde, Freiheit, Gerechtigkeit und Rechtssicherheit zulässig sein. So soll die Respektierung der in der Verfassung verankerten Grundrechte der Bürger garantiert werden.
3. Die Respektierung der Minderheitenrechte und des Diskriminierungsverbots als unabdingbare Komponente der Demokratie; sonst wäre das „Dritte Reich“ der demokratischste Staat in der Geschichte, denn zuweilen wird die „Diktatur der Mehrheit“ (siehe Ägypten) als „Demokratie“ definiert. In diesem Sinne behauptet auch Khamenei, dass Iran das demokratischste Land der Welt sei.
4. Die Abschaffung der institutionalisierten Frauen-, ethnischen und konfessionellen Diskriminierung.
5. Die Freilassung der, rechtswidrig und aufgrund erpresster Geständnisse verurteilten, politischen sowie andersdenkenden und andersgläubigen Gefangenen wie Bahais, Sufis u.a.
6. Die international garantierte freie Wahlen, da selbst nach Khomeini „die Wahlstimme der Maßstab ist“.
7. Ein Verfassungsreferendum, weil sogar nach Khomeini, der als Begründung der Notwendigkeit der Neugründung des nachrevolutionären Staates durch ein Referendum ausdrücklich hervorhob: „Es ist das Recht der neueren Generationen ihre eigene Staatsform zu bestimmen“.
IV.  Ist der Preis der Lösung des Atomproblems eine internationale Toleranz gegenüber den institutionalisierten Menschenverletzungen?
Unbeeindruckt von den neuesten blutigen Erfahrungen nicht nur im Nahen und Mittleren Osten, ist immer noch eine unüberhörbare internationale vernehmbare Stimme zu vernehmen, die einen „Verzicht auf Regimewechsel“ als einen angemessenen Lohn für einen iranischen Verzicht auf atomare Ausrüstung Irans propagiert. Dabei suggeriert  sie die Annahme,  dass die geforderten präventiven gewaltlosen humanitären Interventionen eine Aufforderung zum extern gesteuerten Regimewechsel im Iran bedeutet. Die praktische Konsequenz dieser Forderung ist nicht nur eine ethisch unakzeptable Toleranz gegenüber den institutionalisierten Menschenverletzungen Irans. Sie ist politisch kurzsichtig, weil sie mit der Tolerierung der institutionalisierten Menschenrechtsverletzungen und institutionalisierter Blockade jeglicher politischer Reformen, einen künftigen blutigen Bürgerkrieg im Iran vorschubleisten.  
Die Gefahr der Akzeptanz dieser moralisch und politisch verwerflichen internationalen Politik gegenüber Iran wird angesichts der Präsidentschaft Rohanis noch größer, angesichts seiner zwei jährigen Erfahrungen als erster Verhandlungsführer Irans über friedliche Nutzung der Nuklearenergie. Dabei ist davon auszugehen, dass er in Anbetracht der inzwischen angewachsenen einheimischen nuklearwissenschaftlichen Kapazität Irans und der damit einhergehenden  technischen Fähigkeit der Produktion der Atombombe sowie des erreichten Niveaus der Anreicherung von Uranium, international befriedigende vertrauensbildende Maßnahmen zustimmt, um die – inzwischen das Regime existentiell bedrohende – internationalen Sanktionen aufzuheben.
Diesen Kuhhandel abzuwehren, sollte das Hauptanliegen aller internationalen Bemühungen zur aktiven Verteidigung der Menschenrechte in Iran sein, ohne eine friedliche Regelung dieses Konfliktes zu torpedieren. Zumal nur ca. 40% der Sanktionen wegen mangelnden Transparenz des Nuklearprograms Irans verhängt worden sind. Eine Diskussion über die gegenwärtig angemessenen Formen der gewaltlosen präventiven humanitären Interventionen zum Schutz der Menschenrechte im Iran sollte, als Alternative zu dieser schrecklichen Form der Toleranz gegenüber den institutionalisierten Menschenverletzungen, für die Unterstützung einer nachhaltigen friedlichen Koexistenz durch eine zivilgesellschaftlich gestützte demokratische Regierung im Iran sorgen. Die gewaltlose humanitäre Intervention in Form aktiver Unterstützung zivilgesellschaftlicher Entwicklungsprozesse reduziert prophylaktisch die Gefahr blutiger Austragung regionaler und sozialer Konflikte und erhöht die Chance der gewaltlosen Überwindung bestehender institutioneller Blockaden sozialer Mobilität und die Aussicht auf friedliche institutionelle Demokratisierung der iranischen Staatsgesellschaft.
Aus diesem Grunde ist es unverständlich, wenn nach der Wahl Rohani zum neuen Präsidenten eine Gruppe der politischen Gefangenen im Iran und eine Gruppe der iranischen Intellektuellen im Ausland in ihren offenen Briefen an Obama die Aufhebung der Sanktionen fordern, weil sie angeblich nicht den Staat sondern die Bevölkerung hart getroffen hätte. Zudem sollte der Aufschub der weiter geplanten Sanktionen Rohani die Chance einer erfolgreichen diplomatischen Lösung der Probleme geben. Diese neue Offensive der Lobbyisten der „Islamischen Republik“ ist Teil einer Kompanie, die durch die neue Regierung geplant wurde. Dabei sollen vor allem die im Ausland lebenden Iraner als Lobbyisten der Regierung mobilisiert werden, so der neue Außenminister Zarif in einem Interview.
Dabei wird vergessen, dass ohne die verhängten und gedrohten weiteren Sanktionen das Regime in Teheran sich nicht so gefährdet gefühlt hätte, um sogar die Regimegegner im Namen der nationalen Sicherheit zur Wahl aufzufordern. Ohne diese Sanktionen wären auch die „Moderaten“ nicht einmal zur Wahl zugelassen, die in einer breiten Koalition die Wahl zugunsten Rohani entschieden haben.
Außerdem führt sogar das politische Establishment in Iran selbst die desolate ökonomische Lage nicht bloß auf die Sanktionen allein zurück; sie macht auch das „Missmanagement“ der Regierung Ahmadinedjat zum Teil dafür mitverantwortlich. Selbst die beklagte Gefährdung der medizinischen Versorgung der chronisch kranken Menschen wegen Sanktionen wird sogar offiziell auf dieses „Missmanagement“ zurückgeführt, weil sie überhaupt nicht in der Liste der Sanktionen standen.
Dabei wir gern übersehen, dass allein die von USA geplante Erklärung der „Revolutionsgarde“ als eine „terroristische Organisation“, die Chance der Regierung Rohanis erhöht hat, die unüberschaubaren weit verbreiteten monopolitischen wirtschaftlichen Aktivitäten der „Revolutionsgarde“ im Iran einzuschränken. Die neuerliche Erklärung der Bereitschaft ihres Oberkommandeurs, sich aus den wirtschaftlichen Aktivitäten zurückzuziehen, wenn dies erwünscht wird und der hektische Versuch Scheinfirmen zu gründen, die ihre Geschäfte weiter führen sollen, wären ohne die drohenden Sanktionen gegen die „Revolutionsgarde“ unvorstellbar gewesen.
Nicht also die Aufhebung der Sanktionen sollten gefordert werden, sondern die weitere Präzisierung ihrer Zielführung und weitere Einschränkung der „Kollateralschaden“ zur Abwendung der Schaden von der Zivilbevölkerung.
V.  Die Möglichkeit einer gewaltlosen präventiven humanitären Intervention auf der Grundlage der „Schutzverantwortung“[10]
Dafür gibt es auch inzwischen völkerrechtliche Rahmenbedingungen. Denn mit der von der  Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2005 beschlossen „Schutzverantwortung“ („responsibility to protect“ auch R2P oder Rt0P) zur Prävention von Völkermord, Kriegsverbrechen, ethnischen Säuberungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wurde eine völkerrechtliche Grundlage für die gewaltlosen präventiven humanitären Intervention geschaffen. Die Schutzverantwortung ist ein neues Konzept der internationalen Politik und des Völkerrechts zum Schutze der Menschen als Einzelne und Gruppen vor schweren Menschenrechtsverletzungen und Brüchen des humanitären Völkerrechts. Sie wurde maßgeblich von der „International Commission on Intervention and State Sovereignty“ (ICISS) in den Jahren 2000/2001 entwickelt und international verbreitet und nach der Zustimmung der Generalversammlung der UNO sogar in Resolution 1674 des Sicherheitsrats erstmals in einem völkerrechtlich verbindlichen Dokument erwähnt. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon veröffentlichte 2009 einen Bericht zur Umsetzung der Schutzverantwortung, die auf drei Säulen basiert und insbesondere die Bedeutung einer rechtzeitigen Erkennung und Einleitung von präventiven Maßnahmen bei derartigen Verbrechen hervorhebt.
Die Schutzverantwortung trifft zunächst den Einzelstaat und beschreibt seine Pflicht, das Wohlergehen der ihm kraft seiner Personal- oder Gebietshoheit unterstellten Bürger zu gewährleisten. Bei der Wahrnehmung dieser Verantwortung wird er von der internationalen Staatengemeinschaft unterstützt, der eine subsidiäre Schutzverantwortung zukommt. Ist jedoch die politische Führung des jeweiligen Staates nicht fähig oder willens wie im Falle Iran, die Bürger vor schweren Menschenrechtsverletzungen zu schützen, darf die internationale Staatengemeinschaft, vornehmlich die Vereinten Nationen, zum Schutz der bedrohten Menschen eingreifen. Dazu stehen ihr nach Maßgabe der Charta der Vereinten Nationen zivile und militärische Mittel zur Verfügung, über deren Einsatz der Sicherheitsrat entscheidet.
Die Theoretische Grundlage der Schutzverantwortung ist die Definition von Souveränität als Verantwortung ("sovereignty as responsibility"), wonach ein Staat Verantwortung für den Schutz seiner Bevölkerung übernehmen muss, um als souverän zu gelten. Die R2P hilft damit, universale Moralvorstellungen zum Schutz der Menschen als Einzelne und Gruppen international zu verwirklichen. Als zu verhindernde Menschenrechtsverletzungen werden Völkermord, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberungen identifiziert. Von daher sollte das kanadische Beispiel der parlamentarischen Verurteilung der Massenhinrichtungen der iranischen Gefangenen in den achtziger Jahren als „ Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ z.B. auch in Europa und USA Schule machen.
Nach dem Entwurf der ICISS gliedert sich die R2P in drei Teilverantwortlichkeiten: die Responsibility to Prevent, die Responsibility to React und die Responsibility to Rebuild, wovon die Pflicht zur Prävention hier zur Debatte steht.
Die Pflicht zur Prävention zielt auf die Vermeidung von Situationen, in denen es zu schweren Menschenrechtsverletzungen kommt, insbesondere durch den Aufbau einer guten Verwaltung (good governance) und die Bekämpfung tiefverwurzelter Ursachen für Konflikte (root causes), die im Iran durch die institutionalisierte Verletzung der Menschenrechte unausweichlich sind. Auch eine Anklage vor dem Internationalen Strafgerichtshof ist insoweit denkbar, die im Falle Iran einer Zustimmung des Sicherheitsrates der UNO bedarf, weil Iran das Abkommen zur Errichtung des „Internationalen Gerichtshof“ zwar unterschrieben aber noch nicht ratifiziert hat.
Auch die Pflicht zur Reaktion verpflichtet zu einer Beseitigung bzw. Unterbindung von Menschenrechtsverletzungen. Mittel hierzu sind friedliche Zwangsmaßnahmen der Staatengemeinschaft wie Waffenembargos und das Einfrieren von Bankkonten. Als ultima ratio kommen auch militärische Interventionen in Betracht, wenngleich diese nur in zwei eng umrissenen Situationen gerechtfertigt sein sollen: im Falle eines Massensterbens (large scale loss of life, actual or apprehended, with genocidal intent or not, which is the product either of deliberate state action, or state neglect or inability to act, or a failed state situation) und im Falle einer ethnischen Säuberung (large scale "ethnic cleansing", actual or apprehended, whether carried out by killing, forced expulsion, acts of terror or rape). Die Befugnis, eine solche militärische Intervention zu autorisieren, geht gemäß der R2P jedoch nicht auf einzelne Staaten über, sondern verbleibt beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.
Von der „humanitären Intervention“ unterscheidet sich die „Schutzverantwortung“ in dreifacher Weise:
1. Der dem Konzept der humanitären Intervention immanente Rechtfertigungszwang bedingt eine starke Zurückhaltung der Staaten, in innerstaatliche Konflikte aktiv einzugreifen. Diese Zurückhaltung zeigte sich insbesondere während des Völkermords in Ruanda – mit verheerenden Folgen. Die Schutzverantwortung verlagert den völkerrechtlichen Rechtfertigungsdruck für ein Handeln der Staaten bei Menschenrechtsverletzungen, indem sie entsprechende Pflichten formuliert.
2. Die Souveränität eines Staates und das daraus hervorgehende absolute Interventionsverbot, wie es Art. 2 Ziff. 7 der Charta der Vereinten Nationen gewährleistet, werden durch die Schutzverantwortung neu definiert. Als Folge eines Verstoßes gegen seine Schutzverantwortung verwirkt ein Einzelstaat sein Recht auf Nichteinmischung in seine internen Angelegenheiten.
3. Die humanitäre Intervention betrifft allein die Rechtfertigung militärischer Maßnahmen und damit nur einen Teilaspekt der Schutzverantwortung. Mit ihren Präventions-, Reaktions- und Wiederaufbauelementen verfolgt letztere einen weit umfassenderen Ansatz.[11]
Mit dieser völkerrechtlichen Grundlage gewaltloser präventiver humanitärer Intervention wird völkerrechtlich die Möglichkeit gegeben im Falle institutionalisierter Menschenrechtsverletzungen jenseits der Einzelfallbeispiele der Menschenrechtsverletzungen wie bei „Amnestie International“ Maßnahmen zum Schutz der Menschenrechte als ein unverzichtbarer Aspekt der institutionellen Demokratisierung Irans zu initiieren.
Mit der Schutzverantwortung formulierte Pflicht zur aktiven Verteidigung der Menschenrechte, können die demokratischen Staaten nicht mehr wie bis jetzt bei Lippenbekenntnisse zu Menschenrechte belassen. Sie daran zu erinnern ist die Hauptaufgabe der Menschenrechtaktivisten.
Hannover, 8.09.2013
http://gholamasad.jimdo.com/kontakt/
Quelle: http://www.mehriran.de/artikel/datum///der-charakter-der-islamischen-republik-iran/


[1] Ajatollah Khomeini: Der islamische Staat, Berlin, 1983
[2] Vergl. Dawud Gholamasad, Zur Notwendigkeit gewaltloser humanitärer Interventionen in Iran angesichts institutionalisierter Verletzung der Menschenrechte, in: (http://gholamasad.jimdo.com/kontakt/)
[3] In der Praxis werden nicht nur die Sufis als „falche Mystiker“ verfolgt sondrn die Bahais, die sogar wie Aussätzige behandelt werden. Nach dem neuerlichen Rechtsgutachten (Fetwa) des „Führers“, Khamenei, ist jeder Umgang mit Bahais sogar tabu.
[4]Die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam ist eine 1990 beschlossene Erklärung der Mitgliedsstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz, welche beispielsweise in Artikel 2 die Shari´a  als alleinige Grundlage der „Menschenrechte“ definiert.
[5] Max Weber, Staatssoziologie, Berlin 1956, S. 107
[6] Vergl. Max Weber, a.a.O, S. 109
[7] Ibib., S. 101
[8] Ibid., S. 104
[9] Als Westfälischer Friede wird die Gesamtheit der zwischen dem 15. Mai und dem 24. Oktober 1648 in Münster und Osnabrück geschlossen Friedensverträge bezeichnet, die die Dreißigjährigen Kriege in Deutschland und zugleich Achtzigjährigen Unabhängigkeitskrieg der Niederlande beendeten. (Wikipedia)
[10] Vergl. Wikipedia,  Artikel „Schutzverantwortung“
[11] Vergl. Wikipedia

Iran Steps Up Threats To Sufis

Ferghe News and its scandalmongering are anything but frivolous or trivial. They represent a malign use of the Internet to support the suppression of dissident Iranian Sufis and to gin up criminal charges against them. In a recent post, the site described indoctrination against Sufis as an element of the activities in “jihad training camps” at Azad University, in Khorramabad, capital of Lorestan province in western Iran.Typical headlines in Ferghe News accuse Sufis of rape, murder, opium-smoking, corruption, serving as U.S. agents, affiliation with Freemasonry, and influence over the Green movement that emerged all too briefly to challenge the questionable results of the second election of Mahmoud Ahmadinejad as Iranian president in 2009. (Masons are a conspiratorial hobgoblin for many Muslims. Sunnis blame them for undermining the Ottoman caliphate, and Shias accuse them of serving Britain against Persian interests more than a century ago.)The online persecutor of the spiritual Sufis has assailed the two largest Sunni Sufi movements (known as tariqat or “pathways”), the Qadiris and Naqshbandis, and other such bodies. But Ferghe Newsreserves its worst denunciations for the Shia Gonabadi-Nimatullahi Sufis, the leading Sufi trend in Shia Iran and in the Iranian diaspora.The Gonabadi-Nimatullahi group is named for the 15th-century poet Noorud’din Nimatullah Veli, whose verse is widely read and loved by Iranians. But the Gonabadi Sufis do not accept the theocratic doctrine of “governance by the jurisconsult,” invented by Ayatollah Ruhollah Khomeini to justify the monopoly on power by his disciples after the Islamic Revolution of 1979.Western observers pick through the Iranian media looking for indications, however small, that Ahmadinejad’s successor as president, Hassan Rohani, will ameliorate Tehran’s confrontational posture toward the world. Meanwhile they ignore mountains of evidence of continued internal repression in the clerical state.In July, seven Gonabadi webmasters and attorneys, confined in Iran’s infamous Evin Prison, were sentenced to more than 56 years in jail, with a prohibition on membership in political groups and media or Internet activities for five years after their presumed release. Their indictment employed the idiom ofFeghe News, alleging they had “joined the anti-security cult of Sufism.” They were responsible for the Gonabadi website Majzooban Noor (The Alluring Light).Two additional participants in Majzooban Noor, Alireza Roshan, who is a distinguished and internationally-recognized poet, and Mostafa Abdi, are held in Evin. Roshan was convicted of violating national security, with a one-year jail term, which was confirmed by an appeals court. Abdi’s case has not been settled.In the meantime, a second group of four Gonabadis, held at Adel Abad prison in the southwest Iranian city of Shiraz, have been penalized by the local Revolutionary Court. Saleh Moradi, who led a hunger strike in the Shiraz prison from January to April this year to protest the solitary confinement of the Evin inmates, received three years in prison and three years in internal exile in Hormozgan province, on the southern Iranian coast.According to Human Rights Watch, the remaining three Shiraz victims were Farzaneh Nouri, who received two years in jail and three years of exile in Khuzestan province, on the Iranian frontier with Iraq Behzad Nouri, given the same two years of incarceration with three years of exile in Bushehr province, between Khuzestan and Hormozgan; and Farzad Darvish, punished by one year behind bars and three years of internal exile in the province of Sistan-Baluchistan on the border with Pakistan.These four Shiraz Gonabadis were charged with “forming an anti-state terrorist group,” “participation in demonstrations intended to overthrow the government,” “hatred of God”—a vague term for non-conformist activities, but which may be treated as a capital offense in Iran—and possession of illegal weapons.Five more Gonabadis are still locked up in Shiraz: Kasra Nouri, Seyed Ebrahim Bahrami, Mohammad-Ali Sadeghi, Mohammad-Ali Dehghan, and Mohsen Esmaili. Kasra Nouri had joined Saleh Moradi in the solidarity hunger strike with the Evin captives. Kasra Nouri was found guilty in April on charges of involvement with the Gonabadi website, with a prison term of four years and four months.On August 23, Kasra Nouri was briefly taken to a prison infirmary for treatment of pulmonary infection and fever but was given some non-specific medicine and immediately returned to the cells.This series of cases emerged from clashes around Shiraz in 2011, involving state officials and the Basij, the irregular militia of the dictatorship, on one side, and Gonabadi members on the other. In those events, one Sufi, Vahid Banani, was killed, and three more were wounded by gunfire. The Iranian authorities conducted a general roundup of Gonabadi Sufis in the Shiraz region, in which as many as 100 people were arrested, tortured, or put on trial, and the houses and businesses of Gonabadi Sufis were destroyed. The Majzooban Noor personnel were then detained in Tehran and Shiraz.The main confrontation at that time occurred in Kavar, a Shiraz region village. It had been provoked by the anti-Sufi preaching of a fanatical cleric, Alireza Shahbazi, who had traveled through the Shiraz district distributing a CD calling on local Muslims to attack the Sufis. The indomitable Gonabadi activists Saleh Moradi and Kasra Nouri have been joined by an academic, Gholam-Reza Shirzadi, in a legal complaint against Shahbazi, for libeling the Sufis and inciting violence against them. On August 20, Shahbazi was supposed to appear at a hearing of the Clerical Court at Kavar, but Shahbazi did not show up, although he was defended in his absence. The proceeding against him will be transferred to the theological center at Qom, a city where the Gonabadi Sufis have been persecuted brutally, and it is unlikely they will get a fair hearing against Shahbazi.Early in July, 35 non-Sufi Iranian political prisoners issued a statement against the persecution of the “Evin Seven” Gonabadis. The signatories alleged that the prosecutors, ignoring that the Sufis have lived in a “harmonious, peaceful and stable” way for centuries in Iran, revealed a lack of knowledge and understanding of Sufi history in the country.As if the seriousness of the campaign against the Gonabadis were not already obvious, Ferghe Newshas added a new item to the list of charges: that the Sufis are drug dealers, which is punishable by execution in Iran. At the beginning of August, the International Organization for the Preservation of Human Rights in Iran (IOPHRI) warned from Brussels that Ferghe News asserts that people join the Gonabadi order to enrich themselves by trafficking in narcotics, and that this explains the growth of the Gonabadi movement. In its Annual Report on the Death Penalty in Iran for 2012, the Iran Human Rights (IHR) organization, based in Norway, accumulated statistics on 580 executions last year, of which 294 were reported officially and 286 by unofficial informants. In addition, 325 executions were carried out at Vakilabad prison near Mashhad in northeastern Iran, but only 85 of them could be investigated by IHR. The rights monitor states that 76 percent of the executions they analyzed were based on drug cases, and challenges the correctness of the investigations that led to them.The Gonabadi-Nimatullahi Sufis of Iran face accelerating attempts at their annihilation. So far, the election of Hassan Rohani to the country’s presidency has had no mitigating effect on their severe and unjust mistreatment.Source: http://www.weeklystandard.com/blogs/iran-steps-threats-sufis_751298.html

IOPHRI Human Rights Report in Iran 25’th August 2013

Reactions to the violation of Human Rights in Iran1. On Friday 16th August, a number of Zanjan citizens formed a gathering for the second time in protest of the lead and zinc factory not being shut down, during which they were confronted by security forces in the city centre, Sabzeh Square. This campaign acting against Zanjan Lead and Zinc factory was launched earlier this year by a group of youths in social networks, as this factory is one of the main sources of environmental pollution in the city.2. Zoleikha Moosavi, the mother of Hossein Ronaghi, while criticizing the prosecutors and officials of neglects, said that: “Hossein started his hunger strike on 9th August and no matter how much we do to resolve his problem; the prosecutorial and judicial authorities do not pay any attention. If they continue not to respond to us, pay no attention to Hossein’s physical condition, and chose to keep him in prison in this state, then within the next few days, I, along with my son will also start a hunger strike; maybe this will help my voice to be heard.”3. During the past week, 6 Sunni civilians were imprisoned in the Ghezel Hesar prison in Karaj, by the names of Hamed Ahmadi, Kamal Melayi, Jamshid Dehghani, Jahangir Dehghani, SadighMohammadi and Haadi Hosseini. They have written a letter to the international human rights authorities asking for their sentences to be halted, and indicated that: “during this period of time for several times we have been threatened of execution, and because the Sunnis in Iran are active in variety of fields such as politics, religion, science, economy and culture, we have been oppressed, and this has made it very hard for us to prove our innocence to the world. The Iranian regime has easily managed to execute, imprison and exile these elites and our youngsters.”4. On Saturday 27th August, Abolfazl Abedini, a journalist and a human-rights activist started a hunger strike in objection to his transfer to Karoon prison in Ahvaz from section 350 of Evin prison, and now his condition is a cause for concern as he has been losing weight drastically.5. On Saturday 17th August, a number of Arak citizens demonstrated and marched in protest against the city’s air pollution.6. Furthermore, a group of families of political prisoners issued an open letter addressed to the Head of the Judiciary and expressed their disagreement with the encounters that took place with Majid Dorri, referring to the physical and psychological tortures on Majid Dorri during his transfer from Bahbahan prison to Ahvaz prison, in which the signatories requested the head of the judiciary to address this issue.7. On Thursday 22nd August, a group of drug prisoners’ families gathered by the parliament and urged the representatives to replace death penalties given to drug dealers with alternative punishments.8. The mother of Hossein Ronaghi started a hunger strike, in support of her son, who has been on a hunger strike since Friday 9th August.Women’s Rights1. During the past week, the vice president of women football federation affairs announced that “Tanin Naraghi Iranian women’s national football player has been banned from playing any competition after talking against the federation in an interview”.  Additionally, she was charged with a fine of 200 thousand Toman.2. Since 8th August 2013, that is the first and the last telephone call from Maryam Shafi-Pour who informed her family about her arrest, her family are put in darkness about her situation.3. The Friday prayer leader of the city of Sarab, started his preach by objecting the instalment of pictures of girls who wear makeup in the awarded university entrance exam and also announced that “ families and schools should prevent displaying these girls’ pictures and also the security officers must start confiscating them”.Workers and vulnerable communities1. On Saturday 17th August, a labour activist in the city of Semnan, informed about the 11 months delay in payment of the workers of car factory of Mashin Lent.2. Furthermore, Ali Akbar Hedayati one of the 235 workers who have been sacked from the steel factory of the Zagros announced that the annual volume of wastage of this factory is around 6 thousand tons and then further added that " on Sunday 18 August 2013, the authority was trying to transfer and sell some of the property of the factory, but this was stopped at the right time by the workers who entered the premises”.3. Reports indicate that 23 labours of the municipality bus company have lost their jobs in the city of Bandar Abbas. These workers have not been receiving any payment for two months.4. Furthermore, Mousa Mirjahanmardi, a labour activist in the province of Boushehr announced that "the workers of the shipyard-factory of Iran, Sadra have not been paid for 3 months due to the economical impact on the manufactory production”.5. Abdollah Belvasi, head of the association for bakery workers in the cities of Marivan and Sarvabad has criticised the social services in these cities for lack of hospital and outpatient clinics.6. Following the Zanjan citizens gathering in protest against the pollution caused by the Lead and Zinc factory and the closure of the factory on Wednesday 14th August 2013, on Wednesday morning 21st August 2013 400 workers from the Lead and Zinc factory, whose jobs were threatened, gathered in front of the County Governorate Building.Sentences: death, flogging, amputation, imprisonment and detention1. According to the reports received, more than 200 citizens whom were present in the hall of "Aamfi Hamayesh Aafarinesh Mehr" to participation in a rock concert were arrested. The police of Iran have not yet informed about the situation of the arrested people, however the four organisers Puriakamali, EhsanMahmoudi, Ali Ehtemami and Mohamad Kheradmand were given overall bail of 50 million Tomans but because the incident happened at the end of the banking hours, they were transferred to the Rajai Prison in the city of Karaj.2. On Saturday 17th August 2013, three prisoners accused of "Rape" were hanged in three different places of Karaj city.3. On Wednesday 21st August 2013, a prisoner accused of kidnapping and murdering who had escaped from the Jahrom Prison six years ago, was arrested and hanged in public in the city of Jahrom.The rights of Religious and Ethnic diversity in Iran1. The security forces of the Ardebil province took Ramin Eidalkhani, a Baha’i prisoner to outside of the Ardebil province and released him and indicated that he cannot return to Ardebil province as he is forbidden to enter this province for the next 5 years.2. Favad Ahmadnoori, a Sunni believer and a political prisoner who was accused of movement against the national security and was imprisoned to 15 years has been deprived from visits from his family and relatives in the last two years of his imprisonment.3. Seven Bloch citizens named Molavi Fata Mohamad Naghshbandi, Malak Abadian, Nezamadin Molazadeh, Jabar Abadian, Hadi Abadian, Javad Abadian and Gol Mohammad Balideyi have been kept in the solitary confinement in Zahedan’s Intelligence agency for the past two years, and are at the risk of receiving death sentence by high court.4. Last week, following the arrest and trial of the new Christian converts in Iran, Ebrahim Firoozi has been sentenced to one year imprisonment and exiled of two years to one of the deprived border cities of Iran, by the Revolutionary court in Robat Karim city.5. Furthermore, the head of Saghez Prison has ordered, the two Sunni prisoners, FarzadSamadi and Aram Mikaeli, to be remained in quarantine until they shave their beard and hair.6. The intelligence officers of the city of Isfahan entered the house of a Baha’i citizen, interrogated those who were in the house, took their religious books and mobile phones and arrested three Baha’is by the names of Banafsheh Ferdoosian, Afrooz Roohi and MasoudVojdani, and transferred them to the Dastgerd Prison in the city of Isfahan.The press and the virtual space1. Hamed Tajik, the imprisoned journalist in the ward 350 of the Evin prison, is banned from having any face to face visit with his relatives.2. Furthurmore, Mohammad Nasiri’s sentence for nine years and six months imprisonment in Genaveh Port Prison was approved.  Mr Nasiri is accused of running a Facebook under the name of “Campaign of reminding Imam Naghi to Shiites ".3. The Farsi section of the Wikipedia website has been filtered and it is no longer available for internet users inside of Iran.4. On Tuesday 13 August Reza Akvanian has been arrested by the security forces, outside the parliament. This author and human rights activist is accused of coordinating protests and is now under severe physical and mental pressure by the security forces in Evin Prison.5. On Wednesday 21st August Abbas Karimizadeh, the director of  the publishing house, Negeen in the city of Kerman was summoned to the Court.Other human rights violations1. On Wednesday 14th August, the Family of 30 political prisoners, in the city of Rajaie prison, whilst visiting their loved ones, were confronted by the prison staff and were forced for their finger print and photographs to be taken.2. With nearly two months after the arrest of Ahmed Askarihis, his condition is unknown and the officials do not disclose any information to his family about him.3.  After 79 days of detention of Akbar Amini, he has so far failed to call or meet any members of his relatives.4. Ahmad KarimiGaleh, political prisoner held in ward 350 of Evin prison since his arrest, almost 3 years ago has been deprived of his right to any day-off.5. According to the reports received, following the refusal of a request to an extension of day-offs, MehrdadAhanKhah and Hassan Faraji joined his companions in ward 350 of Evin prison.6. On Tuesday 29th August, Dr Sadegh Zibakalam, a University professor and a political analyst, by the order of the security of the Broadcasting was banned from participating any national media.7. There is no information available on the status of Yaghoob Moqanni a Karaj citizen, who was arrested on 12th June.8. The security guards in Rajayishahr Prison of Gohar-Dasht attempted to beat and insult Jafar Eghdami in the prison.